Categories for Neuerscheinungen

Permanent vernetzt. Zur Theorie und Geschichte der Mediatisierung – Ein Gastbeitrag von Thomas Steinmaurer

August 24, 2016 7:32 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Als ein Ergebnis der sich dynamisch entwickelnden Prozesse der Mediatisierung befinden wir uns in der digitalen Gesellschaft von heute zunehmend im Zustand der digitalen Dauervernetzung. In dieser Publikation wird der Versuch gemacht, zum einen die entlang der Geschichte sich verdichtende Verschränkung von Kommunikationstechnologie und Gesellschaft nachzuzeichnen und zum anderen die aktuell sich daraus ergebenden Zuspitzungen als einen Prozess der Mediatisierung zu beschreiben. Solchermaßen von einer handlungstheoretischen  Orientierung ausgehend wird die aktuell sich manifestierende Ausprägung der „mediatisierten Konnektivität“ des Individuums als... Artikel ansehen

Grenz, Tilo (2017): Mediatisierung als Handlungsproblem. Eine wissenssoziologische Studie zum Wandel materialer Kultur

August 24, 2016 7:24 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Tilo Grenz identifiziert die permanente Unabgeschlossenheit digitaler materialer Kultur als ein zentrales Charakteristikum von informations- und kommunikationstechnologisch geprägten Gesellschaften. Die Einsichten basieren auf den empirischen Erträgen einer ethnographischen Studie in einem innovationsgetriebenen Unternehmen. Diese seltene Innensicht fördert den langwierigen und verästelten Entstehungsprozess eines digitalen Mediums zutage. Die konsequent prozessorientierte Darstellung bringt zum Ausdruck, dass und inwiefern dessen Konzeption, Erprobung und Veröffentlichung von permanentem Hinterfragen, Neujustieren und Modifizieren begleitet werden. Zeitgeistige Strategien der Nutzereinbindung und der Medientechnikgestaltung setzen unvorhergesehene und unbeabsichtigte... Artikel ansehen

Einspänner-Pflock, Jessica (2016): Privatheit im Netz. Konstruktions- und Gestaltungsstrategien von Online-Privatheit bei Jugendlichen

August 15, 2016 7:42 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Am Beispiel jugendlicher Online-Nutzer zeigt Jessica Einspanner-Pflock, dass Privatheit in der mediatisierten Zukunft nicht als Gegensatz, sondern als ein integraler Bestandteil digitaler Öffentlichkeit zu verstehen ist. Die Autorin entwickelt ein an der Handlungstheorie orientiertes Modell (Modell der „User Generated Privacy“), in dem die zentralen Wirkmechanismen kommunikativen, auf die Konstruktion von Privatheit in der interpersonalen Interaktion gerichteten Handelns im Social Web systematisiert werden. Die empirische Überprüfung erfolgt in einer mehrstufigen qualitativ angelegten Untersuchung am Beispiel Jugendlicher im Alter zwischen 12 und... Artikel ansehen

Laube, Stefan (2016): Nervöse Märkte. Materielle und leibliche Praktiken im virtuellen Finanzhandel

Juli 29, 2016 8:10 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Wie entlocken Finanzhändler und Finanzhändlerinnen der schieren Informationsflut auf ihren Bildschirmen relevante Anhaltspunkte für Transaktionen? Sie tun dies durch körperliche und leibliche Formen des Beobachtens sich ständig wandelnder Preise: ein Sehen und Hören, ein Gestikulieren und Rufen, ein Fühlen und Entscheiden im Takt des Marktes. So wechseln sich ein leiblich empfundenes Ringen mit Preisentwicklungen und eine stillstellende Disziplinierung der Körper vor den Bildschirmen ab, ein Wechsel, der für ungebrochene Marktaufmerksamkeit sorgt. Mit emotionsgeladenen Äußerungen machen die Teilnehmenden nervöse Märkte in... Artikel ansehen

Steinmaurer, Thomas (2016): Permanent vernetzt. Zur Theorie und Geschichte der Mediatisierung

Mai 25, 2016 1:35 pm Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Die Technologien der digitalen Kommunikation und mobilen Vernetzung durchdringen in einem hohen Ausmaß unseren Alltag. Gleichermaßen subtil wie nachhaltig eroberten sie im Verlauf der Technisierung die unterschiedlichen Lebensbereiche und erlauben uns heute zeitlich permanenten und ubiquitären Zugang zu den globalen Netzwerken der Kommunikation. Diese Publikation nimmt sowohl theoretische Konzepte wie historische Entwicklungslinien in den Blick. In Fortführung und Weiterentwicklung des Projekts zu den „Tele-Visionen“, das sich mit der Verbreitung und den Aneignungsformen des Fernsehens auseinandersetzte, widmet sich diese Arbeit nunmehr der Frage des Umgangs... Artikel ansehen

Soziologie der Kommunikation. Die Mediatisierung der Gesellschaft und die Theoriebildung der Klassiker – Ein Gastbeitrag von Stefanie Averbeck-Lietz

April 26, 2016 8:49 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Mediatisierung beginnt zeitlich weit vor der Digitalisierung und ebenso das wissenschaftliche Nachdenken über Phänomene der Mediatisierung. Wenn Mediatisierung als langandauernder „Metaprozess“ verstanden wird, der nicht erst mit den digitalen Medien beginnt oder begann (vgl. Krotz 2012), dann sollte Medien- und Kommunikationswandel auch mit Blick auf genau diesen Metaprozess und in einer Langzeitperspektive untersucht werden (vgl. Kinnebrock/Schwarzenegger/Birkner 2015). Das vorliegende Buch zur „Mediatisierung der Gesellschaft und Theoriebildung der Klassiker“ geht dabei davon aus, dass diese Langzeitperspektive auch eine Beobachtungsperspektive ist und... Artikel ansehen

Averbeck-Lietz, Stefanie (2015): Soziologie der Kommunikation. Die Mediatisierung der Gesellschaft und die Theoriebildung der Klassiker

April 26, 2016 8:42 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Das systematische wissenschaftliche Nachdenken über gesellschaftlichen Wandel durch (Massen-)Kommunikation beginnt im frühen 20. Jahrhundert. Das vorliegende Buch zeichnet den Denkweg der Kommunikationssoziologie anhand der Werke von Max Weber, Ferdinand Tönnies, Ernst Manheim, Jürgen Habermas und Thomas Luckmann nach (das Kapitel zu Luckmann gemeinsam mit Marijana Tomin). Diese Denker verbindet die Erkenntnis, dass Alltagswelt und Medienmoderne untrennbar verschränkt sind und handelnde Menschen an der Ausgestaltung ihrer sozialen Welt maßgeblich beteiligt sind. Dabei geht es auch um kommunikatives Handeln unter den (idealtypischen)... Artikel ansehen

Karmasin, Matthias (2016): Die Mediatisierung der Gesellschaft und ihre Paradoxien

Februar 5, 2016 11:11 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Die Durchdringung der Gesellschaft mit Medien ist ein Prozess, der nicht ohne Widersprüche verläuft. Aus den Möglichkeiten von Kommunikation und Vernetzung erwachsen auch solche der Überwachung und Kontrolle. Aus der unregulierten Dezentralisierung des Internets resultiert nicht Vielfalt, sondern die einseitige Dominanz der Anbieter von Suchalgorithmen und Einkaufsplattformen. Die Freiheit der mobilen Vernetzung wandelt sich zum Zwang des dauernden Vergleichs. Inhaltlich berichtende Medien informieren über alles – außer über sich selbst. Soziale Netzwerke ermöglichen Beteiligung in fast allen Bereichen der Gesellschaft... Artikel ansehen

Zur praxistheoretischen Perspektive der Mediatisierungsforschung: Theoretische Grundlagen und analytische Orientierungen am Beispiel mobiler Kommunikationskulturen – Ein Gastbeitrag von Dr. Peter Gentzel

Oktober 14, 2015 7:12 pm Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Was ist Mediatisierung? Die gesellschaftliche Bedeutung, Relevanz und Legitimität der Sozial-, Kultur- und Geisteswissenshaften ist eng gekoppelt an deren Fähigkeit zur Analyse und Beschreibung des sozialen Mit- oder Gegeneinanders sowie der kulturell umkämpften Wissensrepertoires, die Menschen, Dingen und Ideen Bedeutung oder Macht verleihen und Orientierung in der Welt geben: Synchron und diachron; Rekonstruktiv, deskriptiv und kritisch; International und interdisziplinär vergleichend sowie je spezifisch detailliert für den Einzelnen, für Gruppen, Institutionen und Systeme, Gemeinschaften und Gesellschaften. Ihre Aufgaben sind es zu... Artikel ansehen

Gentzel, Peter (2015): Praxistheorie und Mediatisierung. Grundlagen, Perspektiven und eine Kulturgeschichte der Mobilkommunikation

Oktober 14, 2015 7:12 pm Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

„Praktiken“ sind in der interdisziplinären sozialwissenschaftlichen Theoriebildung und Analyse allgegenwärtig. Auch die Kommunikations- und Medienwissenschaften sprechen von kommunikativen, medialen und rezeptiven Praktiken, ohne deren theoretische Grundlagen und empirische Potentiale, bspw. gegenüber kommunikativen Handlungen, zu ergründen. Peter Gentzel bietet eine grundlegende Einführung in die „praxistheoretische Perspektive“ und diskutiert ihr Verhältnis zur Kommunikations- und Medientheorie systematisch und kritisch. Geleitet von einer differenziert begründeten These der „Familienähnlichkeit“ von Praxistheorie und Mediatisierungsforschung entwickelt der Autor analytische Instrumentarien für eine Kulturgeschichte der Mobilkommunikation. Diese illustriert... Artikel ansehen