Journalmonitoring 04/2015

Januar 13, 2016 1:21 pm Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

I.

Media Perspektiven – Heft 10/2015

Bernhard Engel/Lothar Mai (2015): Mediennutzung und Lebenswelten 2015. Ergebnisse der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation. In: Media Perspektiven 10/2015: 427-441. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/mediennutzung-und-lebenswelten-2015/ (31.12.15)

Abstract: Wertorientierungen, der individuelle Lebensstil und die soziale Lage spielen bei der Charakterisierung von Mediennutzern eine ebenso bedeutende Rolle wie soziodemografische Merkmale. Den Ergebnissen der Studie Massenkommunikation zufolge bleiben Radio und Fernsehen nach wie vor die meistgenutzten Medien. Hinsichtlich ihrer gesamten Mediennutzung unterscheiden sich die verschiedenen Milieus nicht stark, die Nutzungsdauern schwanken nur geringfügig um den Durchschnittswert von 8,5 Stunden pro Tag netto. Die Nutzungsmotive – vor allem Information, Spaß und Entspannung – werden den einzelnen Medien von den meisten Milieus in ähnlicher Weise zugeordnet. Das Fernsehen steht als Leitmedium für alle Motive an erster Stelle, Radio wird bei vielen Motiven an zweiter Stelle genannt. In den jungen internetaffinen Milieus wird das Informationsbedürfnis eher online erfüllt.

 

Florian Tippelt/Thomas Kupferschmitt (2015): Social Web: Ausdifferenzierung der Nutzung – Potenziale für Medienanbieter. Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015. In: Media Perspektiven 10/2015: 442-452. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/social-web-ausdifferenzierung-der-nutzung-potenziale-fuer-medienanbieter/ (31.12.15).

Abstract: Vor dem Hintergrund laufender Debatten in der Öffentlichkeit über Datenschutz, Meinungsfreiheit und diskriminierende (z. B. fremdenfeindliche) Äußerungen in sozialen Medien, insbesondere Facebook, hat die aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie erhoben, wie sich die Nutzung sozialer Medien entwickelt hat. Speziell wurde auch der Frage nachgegangen, wie die Angebote der Rundfunksender in den sozialen Medien von den Nutzern angenommen werden und wo gegebenenfalls Potenziale für eine stärkere Nutzung dieser Angebote erkennbar sind. Die Nutzung von sozialen Medien ist 2015 ein weiteres Jahr in Folge nicht angestiegen. Die wahrscheinlichste Ursache hierfür ist, dass private Kommunikation verstärkt ins Instant Messaging – namentlich WhatsApp – abwandert. Bei der Nachrichtennutzung über soziale Medien sind Apps wichtiger geworden. Jeder zehnte Onliner nutzt 2015 zumindest gelegentlich die Zusatzangebote der Fernseh- und Radiosender auf Facebook, die Twitterangebote der Sender werden von 3 Prozent der Onliner zumindest gelegentlich genutzt.

 

ARD-Forschungsdienst (2015): Nutzung von Social TV. In: Media Perspektiven 10/2015: 470-476. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/nutzung-von-social-tv/ (31.12.15).

Abstract: Online über Fernsehinhalte zu kommunizieren wird unter dem Begriff Social TV zusammengefasst. Hierzu zählt die Interaktion zwischen Zuschauern und Medienanbietern, aber auch die Kommunikation unter den Zuschauern selbst, über gerade gesehene Sendungen in sozialen Netzwerken. Eine internationale Studie zeigt, dass weltweit rund 40 Prozent der Millennials (Personen, die um das Jahr 2000 Teenager waren) im Internet über ihren Fernsehkonsum mit anderen kommunizieren. Zentrale Motive beim Austausch über die Fernsehinhalte sind zwei Studien zufolge das Mitteilen eigener Gefühle und Meinungen sowie die Möglichkeit, weitere Informationen zur Sendung zu erhalten. Die Kommunikation übernimmt außerdem gruppenstiftende Funktionen, da die Nutzer sich mit Gleichgesinnten „unterhalten“. Weitere aktuelle Studien zeigen, dass sich Nutzer von Social TV stark mit den Fernsehinhalten auseinandersetzen – diese Form der parallelen bzw. Anschlusskommunikation ist also ein Indiz für hohe Aufmerksamkeit, emotionale und kognitive Reaktionen in Bezug auf die Sendung.

 

Media Perspektiven – Heft 11/2015

Matthias Eckert/Sylvia Feuerstein (2015): Veränderungen und Grundcharakteristik der MedienNutzerTypen. Neujustierung der MedienNutzerTypologie. In: Media Perspektiven 11/2015: 482-496. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/veraenderungen-und-grundcharakteristik-der-mediennutzertypen/ (31.12.2015).

Abstract: Die Stärke der MNT bei der Positionierung und Steuerung von Medienangeboten liegt insbesondere in der Segmentierung von soziodemografisch scheinbar homogenen Gruppen. Spaßorientierte und Zielstrebige gehören zwar der gleichen (jungen) Generation an, unterscheiden sich aber erheblich in ihren Interessenmustern und Wertvorstellungen. In der mittleren Alterskohorte unterteilt die MNT ein ähnlich altes Publikum in drei unterschiedliche Nutzertypen: Moderne Etablierte, Eskapisten und Familienorientierte haben divergierende Lebenswelten und damit auch andere Medien- und Freizeitpräferenzen. Bei den älteren Typen sind es Engagierte und Hochkulturorientierte, die sich von den deutlich traditionelleren Typen unterscheiden. Zwischen den Typen zeigen sich teilweise erhebliche Unterschiede, was die Positionierung der traditionellen Medien und des Internets im Alltag betrifft.

 

Christian Breunig/Birgit van Eimeren (2015): 50 Jahre „Massenkommunikation“: Trends in der Nutzung und Bewertung der Medien. Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 1964 bis 2015. In: Media Perspektiven 11/2015: 505-525. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/50-jahre-massenkommunikation-trends-in-der-nutzung-und-bewertung-der-medien/ (31.12.2015).

Abstract: Der Aufschwung der gesamten Mediennutzung zu Beginn der 2000er Jahre sowie der steile Anstieg der Internetnutzung in den vergangenen zehn Jahren wären nicht möglich gewesen ohne die rasante Verbreitung preisgünstiger digitaler, insbesondere portabler und mobiler Mediengeräte. Während das Fernsehen das breiteste Imageprofil aufweist und als besonders unterhaltsam gilt, punktet das Radio am stärksten bei emotionalen Faktoren wie Locker- und Ungezwungenheit. Die Tageszeitung musste vor allem im Hinblick auf ihr traditionelles Image als Informationsmedium Verluste hinnehmen und konnte sich bei den übrigen Imagefaktoren auf stabilem Niveau halten. Das als besonders modern eingeschätzte Internet weist im Zeitverlauf durchweg steigende Imagewerte auf.

 

Media Perspektiven – Heft 12/2015

Stefanie Best/Marlene Handel (2015): Parallele Mediennutzung stagniert. Ergebnisse der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation. In: Media Perspektiven 12/2015: 542-563. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/parallele-mediennutzung-stagniert/ (12.01.2016).

Abstract: Sowohl die Mediennutzung insgesamt als auch die Parallelnutzung stoßen an natürliche Grenzen im Zeitbudget der Menschen. Die exklusive Nutzung von Fernsehen, Radio, Internet und auch der Tageszeitung bleibt die weitaus vorherrschende Nutzungsform. Nur 8 Prozent der Nutzung dieser tagesaktuellen Medien bzw. 9 Prozent der Nutzung aller Medien ist parallele Nutzung. Bildung und Alter sind wichtige Faktoren hinsichtlich der Bereitschaft, Medien parallel zu nutzen. Erweitert man die Thematik der Parallelnutzung auf die gleichzeitige Nutzung von Medien parallel zu Alltagsaktivitäten wie zum Beispiel Essen oder Auto fahren, hat das Radio als für die Parallelnutzung besonders geeignetes Medium den größten Stellenwert.

 

Bernhard Engel (2015): Stream, Audio, Text – Nutzungsoptionen in einer konvergierenden Medienwelt. ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation. In: Media Perspektiven 12/2015: 564-573. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/stream-audio-text-nutzungsoptionen-in-einer-konvergierenden-medienwelt/ (12.01.2016).

Abstract: Der größte Teil der Mediennutzung ist nach wie vor linear, was vor allem auf den hohen Gebrauch klassischer Geräte zurückzuführen ist. Stream und Audio sind bezüglich der Nutzungsoptionen an digitalen Geräten sehr unterschiedlich: Videoinhalte werden linear und nonlinear fast gleichermaßen lange genutzt. Neue Rezeptionsformen, die mit der Nutzung neuer Medientechnologien, vor allem des Internets, verbunden sind, spielen bei jüngeren Menschen eine größere Rolle als bei älteren und bei Männern eher als bei Frauen. Ein nicht unerheblicher Teil von Stream, Audio und Text findet bei 14- bis 29-Jährigen nicht mehr über klassische Geräte, sondern über das Internet statt. Offensichtlich gelingt es den etablierten Medienmarken aus der klassischen Mediendistribution, über den Transportweg des Internets auch jüngere Zielgruppen anzusprechen. Allerdings fand der Anstieg der Nutzungsdauer des Internets zu einem Großteil im nicht-medialen Bereich statt, der aber – insbesondere Social Media – in einem Wettbewerb zu den hier behandelten Rezeptionsformen steht.

 

II.

Medien & Kommunikationswissenschaft – Heft 4/2015

Book reviews

Josef Trappel (2015): Des Freedman (2014): The Contradictions of Media Power. London, New York: Bloomsbury. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 4/2015: 594-596. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-4-590/literatur-besprechungen-jahrgang-63-2015-heft-4?page=1 (31.12.15).

Abstract: Der Neo-Liberalismus ist in seiner Analyse schließlich die Ursache für die Auswüchse einer wild und unkontrollierbar gewordenen (Medien-)Wirtschaft. Freedman befasst sich auch mit der politischen Einflussnahme, die durch eine Elite- Macht über die Medien begünstigt wird. Er argumentiert, dass die Konzentration von Medienbesitz in den Händen einer kleinen Machtelite die Demokratie bedrohe, zumal damit die Möglichkeit bzw. die Macht verbunden ist, bestimmte Themen lediglich kurz oder gar nicht zu erwähnen, andere wiederum mehrmals und ausführlich. Er definiert zwei wesentliche Aspekte von Medienmacht. Einerseits sei der Zugang zu den Medien sehr ungleich verteilt. Andererseits zeigen die Medien die Widersprüche des Kapitalismus: Diese seien die Basis für eine Infragestellung des Systems. Insgesamt gelingt Freedman hier ein lesenswerter und, wie in der Rezensentengruppe einhellig festgestellt, inspirierender Debattenbeitrag. Ein erster Verdienst besteht darin, Medienmacht an sich zu thematisieren und die soziologischen und politikwissenschaftlichen Grundlagen für die Analyse der Kommunikationsverhältnisse (und damit die Kommunikationswissenschaft) fruchtbar zu machen. Ein zweiter Verdienst besteht in der soliden Aufbereitung der dispersen Literatur zu Macht im Kontext von Medien und Kommunikation.

 

Martin Emmer (2015): Franziska Oehmer (Hrsg.) (2014): Politische Interessenvermittlung und Medien. Funktionen, Formen und Folgen medialer Kommunikation von Parteien, Verbänden und sozialen Bewegungen Baden-Baden: Nomos. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 4/2015: 604-606. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-4-590/literatur-besprechungen-jahrgang-63-2015-heft-4?page=1 (31.12.15).

Abstract: Der von Franziska Oehmer herausgegebene Band basiert auf einer 2012 am IPMZ in Zürich durchgeführten Tagung derjenigen deutschen und Schweizer Fachgesellschafts-Fachgruppen, die sich mit politischer Kommunikation beschäftigen. Er dokumentiert dabei nicht lediglich die dort präsentierten Vorträge, sondern stellt eine um eingeladene Beiträge ergänzte Auswahl dar, die einen breiten und substanziellen Einblick in die politik- und kommunikationswissenschaftliche Forschung zur politischen Kommunikation von gesellschaftlich relevanten Akteuren gibt. Mit Beiträgen zu Dänemark, Deutschland und der Schweiz ist die Perspektive hier international. Auch zeugt die Vielfalt der Analyseperspektiven und Methoden – es gibt Beiträge zu Nutzermotiven, Angebotsformen und Strategien von Kommunikatoren – von den Bemühungen der Autoren und der Herausgeberin, Verbändekommunikation so umfassend wie möglich in den Blick zu nehmen. Insgesamt versammelt der Band durchgehend hochwertige Beiträge, die theoretisch wie methodisch einen guten Überblick über den Stand der Forschung zur Kommunikation politischer Akteure geben.

 

Michael Schenk (2015): Clemens Schwender / Daniela Schlütz / Guido Zurstiege (Hrsg.) (2014): Werbung im Sozialen Wandel. Köln: Halem. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 4/2015: 610-611. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-4-590/literatur-besprechungen-jahrgang-63-2015-heft-4?page=1 (31.12.15).

Abstract: Der Band enthält 18 Beiträge, die auf einen Workshop der Ad-hoc-Gruppe Werbekommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) zurückgehen. Die Herausgeber/in Clemens Schwender, Daniela Schlütz und Guido Zurstiege zeigen darin das Spektrum der Themen auf, zu denen die unterschiedlichen Beiträge Stellung beziehen. Diese verteilen sich auf vier Kapitel. Das erste Kapitel (I) fasst Bei- träge zusammen, die sich mit der historischen Entwicklung der Werbung befassen. Das zweite Kapitel (II) ist dem technologischen und inhaltlichen Wandel gewidmet. Im dritten Kapitel (III) werden v. a. der demografische Wandel und die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen fokussiert. Das vierte Kapitel (IV) behandelt schließlich Grundfragen der Werbung aus theoretischen Perspektiven. Die Vorstellung der Autoren der Beiträge rundet den Band ab.

 

Volker Grassmuck (2015): Birgit Stark / Dieter Dörr / Stefan Aufenanger (Hrsg.) (2014): Die Googleisierung der Informationssuche. Suchmaschinen zwischen Nutzung und Regulierung. Berlin, Boston: de Gruyter. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 4/2015: 613-614. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-4-590/literatur-besprechungen-jahrgang-63-2015-heft-4?page=1 (31.12.15).

Abstract: Wir wissen nicht, was sie mit uns tut, so könnte man den Erkenntnisstand über die Suchmaschine Google zusammenfassen, der sich im vorliegenden Sammelband widerspiegelt. Trotz ihrer enormen gesellschaftlichen Bedeutung sind ihre Auswirkungen auf unser digitales Dasein bis- lang nur unzureichend erforscht. Der vorliegende Band liefert einen willkommenen Einblick in den akademischen Erkenntnisstand über ein Schlüsselelement des digitalen Ökosystems, und er zeigt an vielen Stellen den Bedarf nach weiterer Forschung. SEO-Aktivitäten werden verschiedentlich angesprochen, aber eine systematische Untersuchung ihrer Auswirkungen auf den Ergebnisraum fehlt. Vertikale Integration ruft die Kartellwächter auf den Plan, doch wie wirken sich Nutzerdaten aus Google+, Maps, Youtube, Docs, Mail usw. auf die Suche aus?

 

III.

New Media and Society – Heft 10/2015

Ana Nunes de Almeida/ Ana Delicado/ Nuno de Almeida Alves/ Tiago Carvalho (2014): Internet, children and space: Revisiting generational attributes and boundaries. In: New Media & Society October 2015 17: 1436-1453. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/9/1436.full (31.12.15).

Abstract: At the dawn of modernity, in the 18th century, space became a critical category in defining generational attributes and locations. However, borders that previously tightly isolated adults and children are nowadays continuously challenged and modified by a constant and ubiquitous use of new information and communication technologies, namely the Internet, blurring notions of ‘private’ and ‘public’, ‘outdoors’ and ‘indoors’, ‘real’ and ‘virtual’. Giving voice to children, this article explores qualitative empirical data from a research project carried out in Portugal. It focuses on children as subjects and actors of these processes, especially in the way they combine ‘real’ and ‘virtual’ space and place in a geography of their own.

 

Miyase Christensen/ André Jansson (2014): Complicit surveillance, interveillance, and the question of cosmopolitanism: Toward a phenomenological understanding of mediatization. In: New Media & Society October 2015 17: 1473-1491. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/9/1473.full (31.12.15).

Abstract: The institutional and meta-processual dimensions of surveillance have been scrutinized extensively in literature. In these accounts, the subjective, individual level has often been invoked in relation to subject–object, surveillor–surveilled dualities and in terms of the kinds of subjectivity modern and late-modern institutions engender. The experiential, ontological realm of the “mediatized everyday” vis-a-vis surveillance remains less explored, particularly from the phenomenological perspective of the lifeworld. Academic discourses of surveillance mostly address rhetorically oriented macro-perspectives. The same diagnosis largely applies to the debates on the cosmopolitanization process. The literature of cosmopolitanism revolves around broad cultural and ethical transformations in terms of the relationship between Self and Other, individual and humanity, and the local and the universal. Our aim in this article is to conceptualize the dynamics that yield a cosmopolitan Self and an encapsulated Self under conditions of increasingly interactive and ubiquitous forms of mediation and surveillance.

 

Maura Edmond (2014): All platforms considered: Contemporary radio and transmedia engagement. In: New Media & Society October 2015 17: 1566-1582. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/9/1566.full (31.12.15).

Abstract: Over the last 10 years, radio listeners have increasingly begun to tune in online – via podcasts, radio-on-demand and other digital distribution platforms. In the last couple of years, they have begun to interact with radio in theatres, cinemas and assorted make-shift gig venues, via mobile apps and social media platforms, and in the form of live performances, online videos, maps, tweets, blogs, forums, essays, photographs and interactive websites. Radio, like every other medium, is experimenting with ever more complex cross-media practices. These kinds of activities have been analysed at length with regard to commercial film, television and gaming, but much less is understood about radio-born approaches to transmedia content. This article considers how existing transmedia theories can contribute to our understanding of these new radio practices and also how radio-originated cross-media productions might challenge some of the ingrained assumptions we have about transmedia engagement.

 

New Media and Society – Heft 11/2015

Valerie Barker/ David M Dozier/ Amy Schmitz Weiss/ Diane L Borden (2014): Harnessing peer potency: Predicting positive outcomes from social capital affinity and online engagement with participatory websites. In: New Media & Society November 2015 17: 1603-1623. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/10/1603.full (31.12.15).

Abstract: This study involved data from a survey of a representative sample of 1417 US Internet users investigating positive outcomes from three types of participatory websites: social networking sites, e-commerce sites, and content communities (i.e. news organizations and content sharing sites). The findings indicate that the experience of flow (intense engagement in and enjoyment of an activity) promotes satisfaction with and affirmation for such websites as well as perceived focused and incidental knowledge-gain from them. Social capital affinity (sympathy marked by community of interest, and likeness based on weak ties) was found to strongly facilitate the experience of flow. Thus, the findings underscore the potency of online peers in terms of enhancing a variety of Internet experiences.

 

Prabu David/ Jung-Hyun Kim/ Jared S Brickman/ Weina Ran/ Christine M Curtis (2014): Mobile phone distraction while studying. In: New Media & Society November 2015 17: 1661-1679. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/10/1661.full (31.12.15).

Abstract: The mobile phone is a breakthrough advance for human communication. But with the plethora of choices available via smartphone, individuals who are deficient in self-regulation or with a propensity for addiction may face challenges in managing these choices strategically. To examine this potential dysfunctional aspect, we examined the effect of multitasking when studying or doing homework and found that both frequency and attention to texting and social media were positively related to mobile phone interference in life (MPIL). However, frequency of music use during study was not associated with MPIL, although allocated attention to music while studying was positively associated with MPIL. Ownership of a smartphone and the number of Facebook friends were positively associated with MPIL and women reported more MPIL than men.

 

Dan Hassoun (2014): “All over the place”: A case study of classroom multitasking and attentional performance. In: New Media & Society November 2015 17: 1680-1695. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/10/1680.full (31.12.15).

Abstract: Media multitasking has become a contested practice in many college classrooms. Students increasingly split their attentions between lecture and personal media, while educators largely view the new screens as fostering disengaged and distracted forms of conduct. Together, teachers and students have developed a series of strategies governing the proper practice of multitasking during lecture. Using interviews and ethnographic field observations, I examine how these strategies of media use operate within one undergraduate classroom. Drawing from this case study, I argue that multitasking reveals a complex series of negotiations between teachers, students, and their co-present environment. Examining these negotiations provides not only a snapshot of how media attention is practiced within the classroom but also suggests ways for instructors to respond to the rise of new technologies within their own classes.

 

Book reviews

Becky Lentz (2015): Todd Wolfson (2014): Digital rebellion: The birth of the cyber left. In: New Media & Society November 2015 17: 1750-1752. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/10/1750.full (31.12.15).

Abstract: Todd Wolfson’s first monograph, Digital Rebellion, offers digital media scholars, students, and practitioners alike an incisive history of the origins and contours of present-day digital activism. The title also serves up a Trojan horse, enticing readers attracted to tropes like “digital,” “cyber,” and “left” and leading one to expect a commemorative treatment. Instead, Wolfson delivers a less optimistic reading of where digital activism may be headed. Grounded in a 3-year ethnographic study using participant observation, virtual ethnography, action research, interviews, and archival analysis, the book presents a historical study of the Global Social Justice Movement between 1994 and 2006. Wolfson emphasizes the birth, evolution, and current structure of the indymedia movement as a prototypical form of contemporary digital activism. The movement embodies what Wolfson sees as the “cultural logic of resistance” in contemporary social movements.

 

Ruth Tsuria (2015): Stig Hjarvard (2013): The mediatization of culture and society. In: New Media & Society November 2015 17: 1752-1754. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/10/1752.full (31.12.15).

Abstract: Stig Hjarvard’s work touches upon the pulse of media studies—the question of media influence on society. This discussion of the relation between media/communication and culture/society can be traced back to the emergence of communication as a discipline, and yet it is still constantly debated and theorized. Described plainly, theories of media and society can be categorized in two camps—those who ask “what the media do to people” and those who ask “what people do with the media” (p. 2). According to Hjarvard, both questions (and the theories answering them) tend to be over-simplistic. They lean toward either macro or micro phenomena and explanation, and lack observations at the meso level. It is in this gap that Hjarvard offers his theory of mediatization.

 

New Media and Society – Heft 12/2015

Ping Shaw/ Yue Tan (2014): Constructing digital childhoods in Taiwanese children’s newspapers. In: New Media & Society December 2015 17: 1867-1885. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/11/1867.full (31.12.15).

Abstract: Proliferating in mass media, the image of “child computer user” has been exemplified in ongoing debates concerning the increasing impact of information and communications technology (ICT) on children. With a content analysis of news reports (n = 797) in the most popular children’s newspaper (Mandarin Daily News) in Taiwan between 2000 and 2011, this study examined the frequencies of five themes of “child computer user” identified by Selwyn and six dimensions of children’s needs and the argumentation patterns of media framing of ICT effect (affective valence, framing perspective, causal and treatment attribution) used by Rossler. This examination has revealed how the cultural assumptions of contemporary Taiwanese toward children and childhood, viewed in terms of children’s nature, agency, and needs, have influenced media representations of child computer users, and how these representations are moderated by children’s ages and living domains (home versus school).

 

Bradley E Wiggins/ G Bret Bowers (2014): Memes as genre: A structurational analysis of the memescape. In: New Media & Society December 2015 17: 1886-1906. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/11/1886.full (31.12.15).

Abstract: A tenable genre development of Internet memes is introduced in three categories to describe memetic transformation: spreadable media, emergent meme, and meme. We argue that memes are remixed, iterated messages which are rapidly spread by members of participatory digital culture for the purpose of continuing a conversation. We understand that memes develop from emergent memes, which we define as altered or remixed spreadable media. We have adapted and modified Jenkins’ term “spreadable media” to refer to original or non-parodied messages. Our analysis benefits from the inclusion of Anthony Giddens’ structuration theory to aid in understanding how memes as artifacts of participatory digital culture are created. Our genre development of memes demonstrates the generative capacity for continued memetic transformation and for participation among members of digital culture. We use structuration to position these dynamic components as the core of a duality of structure for Internet memes.

 

Book reviews

Roger Dawkins (2015): Ganaele Langlois (2014): Meaning in the age of social media. In: New Media & Society December 2015 17: 1907-1909. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/11/1907.full (31.12.15).

Abstract: This study is about how users ‘find’ meaning in social media, in terms of how we engage with social media content and how we work out ‘where we stand’ in relation to other users. Crucially, it is also about how we could use social media to better make sense of existence. The concept of meaning underpinning the study is different to a ‘traditional’ ‘representational framework’ that determines meaning in terms of the relationship between a sign and general concept (p. 57), and it is also different to a structural perspective that posits the meaning of a sign in terms of its differences from other signs (p. 58). Langlois defines meaning as a plane on which ‘technocultural’ elements intersect, and these include language, signification and existence and, in terms of social media, technologies and software. This is a conception of meaning, a ‘pragmatics’, which considers the role of a social and material context, a field of existence and power formations.

 

Jihyun Kim (2015): Patricia Lange (2014): Kids on YouTube: Technical identities and digital literacies. In: New Media & Society December 2015 17: 1913-1915. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/11/1913.full (31.12.15).

Abstract: As YouTube’s immense popularity suggests, making and sharing videos online are increasingly becoming an everyday practice for many people. And yet, people seem to benefit quite differently from their engagement, presumably due to the differences in their ability to mobilise required skills, knowledge and resources. Since they do not teach social media skills in school, it is often social media sites themselves where one learns new media literacies. In this sense, new media spaces are also a new media learning place. YouTube is generally considered a place for simply having fun although media researchers call attention to its potential for being the latest version of public sphere from time to time. Patricia Lange’s Kids on YouTube: Technical Identities and Digital Literacies invites us to view YouTube from still another perspective, this time, an educational one by paying attention to what and how kids are learning while hanging out there.

 

IV.

Convergence – Heft 4/2015

Jenny Kennedy/ Bjorn Nansen/ Michael Arnold/ Rowan Wilken/ Martin Gibbs (2015): Digital housekeepers and domestic expertise in the networked home. In: Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies November 2015 21: 408-422. URL: http://con.sagepub.com/content/21/4/408.full (31.12.15).

Abstract: This article examines the distribution of expertise in the performance of ‘digital housekeeping’ required to maintain a networked home. It considers the labours required to maintain a networked home, the forms of digital expertise that are available and valued in digital housekeeping, and ways in which expertise is gendered in distribution amongst household members. As part of this discussion, we consider how digital housekeeping implicitly situates technology work within the home in the role of the ‘housekeeper’, a term that is complicated by gendered sensitivities. Digital housework, like other forms of domestic labour, contributes to identity and self-worth. The concept of housework also affords visibility of the digital housekeeper’s enrolment in the project of maintaining the household. This article therefore asks, what is at stake in the gendered distribution of digital housekeeping?

 

V.

Communications – Heft 4/2015

André Jansson (2015): The molding of mediatization: The stratified indispensability of media in close relationships. In: Communications 4/2015: 379-401. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2015.40.issue-4/commun-2015-0021/commun-2015-0021.xml?format=INT (31.12.15).

Abstract: This article presents a quantitative analysis of how different socio-cultural factors, including lifestyle, affect the extent to which different media are perceived as indispensable for maintaining close relations with family and friends. Through applying ‘indispensability’ as an indicator of the mediatization of social life, the study provides a concrete illustration of how mediatization is continuously molded through socio-cultural processes in everyday life. The results are based on a national survey conducted in Sweden and show that e-mail and video calls constitute a culturally distinctive ensemble of communication, especially in comparison to online chat functions and Facebook. E-mail is valued especially among people with higher education who lead globally oriented lifestyles thus testifying to the enduring status of text-based communication in the longer format as a cultural marker. The study thus suggests that the modalities of communication that certain media make possible are important to how these media are perceived as cultural properties as well as social technics.

 

Katrin Döveling (2015):Help me. I am so alone.” Online emotional self-disclosure in shared coping-processes of children and adolescents on social networking platforms. In: Communications 4/2015: 403-423. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2015.40.issue-4/commun-2015-0018/commun-2015-0018.xml?format=INT (31.12.15).

Abstract: Losing a close relative or friend is a traumatic event for anyone, especially for children and adolescents. This article investigates the motives and patterns of children’s and adolescents’ interpersonal online communication on bereavement platforms. A qualitative content analysis of two different youth bereavement platforms (n = 21 threads; 319 postings) illuminates how one common feature is the verbalization and illustration of missing support in the offline world. The substantial usage of social network platforms can be considered an extension of children’s and adolescents’ personal social environment. Furthermore, topics on bereavement platforms ultimately go beyond grief, as children and adolescents also include emotions such as hope, gratitude and cohesiveness. Communication within online bereavement communities thus enables a process known from offline communication as transformation from a loss-oriented to restoration-oriented coping.

 

VI.

Publizistik – Heft 4/2015

Tim Hegglin/ Mike Schäfer (2015): Zum Einfluss des „Shanghai-Rankings“ auf die medial dargestellte Reputation deutscher Universitäten. In: Publizistik, Heft 4/2015: 381-402. URL: http://link.springer.com/article/10.1007/s11616-015-0246-4 (31.12.2015).

Abstract: Universitäten müssen sich zunehmend einem öffentlichen Wettbewerb um Sichtbarkeit und Reputation stellen. Dieser wird maßgeblich über Massenmedien ausgetragen. Allerdings sind Universitäten als komplexe, heterogene Institutionen nur schwer beschreibbar. Universitätsrankings setzen an dieser Stelle an: Sie reduzieren den komplexen Gegenstand auf Ranglisten und wenige Maßzahlen. Die vorliegende Studie untersucht, ob die Veröffentlichung von Ranking-Ergebnissen dazu führt, dass Massenmedien in ihrer Berichterstattung den im Ranking erfolgreichen Universitäten mehr Reputation zuschreiben. Auf Basis einer Inhaltsanalyse deutscher Leit-Printmedien rund um die jährlichen Publikationen der „Shanghai-Rankings“ von 2004 bis 2013 lässt sich zeigen, dass ein Ranking-Effekt auf die Berichterstattung existiert: Nach der Veröffentlichung der Ranking-Ergebnisse wurden dort platzierte Universitäten reputierlicher dargestellt als vor der Veröffentlichung.

 

Beobachtete Journals

Media Perspektiven: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/
Medien & Komm.wiss: http://www.m-und-k.nomos.de/archiv/2015/
New Media and Society: http://nms.sagepub.com/content/by/year/2015
Convergence : http://con.sagepub.com/content/by/year
Communications: http://www.degruyter.com/view/j/comm_comm.2015
Publizistik: http://link.springer.com/journal/volumesAndIssues/11616

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