Journalbeobachtung 03/2015

Oktober 13, 2015 10:01 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

I.

Media Perspektiven – Heft 7-8/2015

Christian Breunig/Bernhard Engel (2015): Massenkommunikation 2015: Funktionen und Images der Medien im Vergleich. Ergebnisse der ARD/ZDF-Langzeitstudie. In: Media Perspektiven 08/2015: 323-341. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/massenkommunikation-2015-funktionen-und-images-der-medien-im-vergleich/ (29.09.15)

Abstract: Trotz tiefgreifender Veränderungen – wie zum Beispiel technologische Entwicklungen, online verfügbare Inhalte, Orts- und Zeitunabhängigkeit der Mediennutzung – sind die elementaren Bedürfnisse und Stimmungslagen, in denen Medien genutzt werden, in den vergangenen 15 bis 20 Jahren erstaunlich konstant geblieben. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Welle der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation. So sind die Hauptnutzungsmotive des Fernsehens seit dem Jahr 2000 unverändert Information, Spaß und Entspannung. Die gleichen Nutzungsmotive, nur in anderer Reihenfolge, prägen ebenfalls seit dem Jahr 2000 das Radio: Spaß, Information und Entspannung. Wer die Tageszeitung liest, tut dies vor allem, um sich zu informieren, Nützliches für den Alltag zu erfahren und um mitreden zu können. Die wesentlichen Nutzungsmotive des Internets sind Information, Nützliches für den Alltag erfahren und Spaß. Junge Menschen wenden sich den Medien teilweise aus anderen Motiven zu oder gewichten diese unterschiedlich.

 

Oliver Castendyk/Martin Petrick/Elisabet Richter (2015): Chancen und Herausforderungen des digitalen Kinos. Ergebnisse einer Studie zur Kinowirtschaft in Deutschland. In: Media Perspektiven 08/2015: 352-360. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/chancen-und-herausforderungen-des-digitalen-kinos/ (29.09.15).

Abstract: Obwohl es bereits seit Anfang des Jahrtausends digital produzierte Kinofilme gab, verbreitete sich die digitale Vorführtechnik in den Kinos nur langsam. Bis 2004 waren weltweit lediglich 181 Leinwände digitalisiert, in Deutschland nur zwei. Heute sind hierzulande rund 95 Prozent aller Kinosäle mit einem digitalen Projektor ausgestattet. Das zunächst nur verhaltene Umrüstungstempo hatte verschiedene Gründe. Ein gemeinsamer internationaler technischer Standard und ein Finanzierungsmodell mussten gefunden werden. Profiteure der Digitalisierung sind die Filmverleiher, digitale Filmkopien sind deutlich günstiger herzustellen und zu transportieren als analoge. Dagegen bedeutet die Digitalisierung für die Kinobetreiber erhebliche finanzielle Investitionen und im Vergleich zur analogen Projektion höhere Folgekosten ohne Aussicht auf Mehreinnahmen.

 

Media Perspektiven – Heft 09/2015

Beate Frees/Wolfgang Koch (2015): Internetnutzung: Frequenz und Vielfalt nehmen in allen Altersgruppen zu. Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015. . In: Media Perspektiven 09/2015: 366-377. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/internetnutzung-frequenz-und-vielfalt-nehmen-in-allen-altersgruppen-zu/ (10.10.2015).

Abstract: Die seit 1997 jährlich durchgeführte ARD/ZDF Onlinestudie registriert für das zurückliegende Jahr eine vergleichsweise geringe Zunahme der Zahl der Internetnutzer in Deutschland. Zugenommen hat die Nutzungsintensität. 63 Prozent der Bevölkerung gehen inzwischen täglich ins Netz, dies sind 3,5 Millionen Personen (+8,5 %) mehr als 2014. In der Altersgruppe der ab 70-Jährigen gab es einen Zuwachs von 0,8 Millionen täglichen Internetnutzern (+44,0 %). Vor allem Anwender mit mobilem Zugang nutzen das Internet besonders intensiv. Während der Durchschnittsonliner rund 108 Minuten täglich im Netz unterwegs ist, sind es bei den Onlinern mit mobilem Zugang 158 Minuten.

Thomas Kupferschmitt (2015): Bewegtbildnutzung nimmt weiter zu – Habitualisierung bei 13- bis 29-Jährigen. Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015. In: Media Perspektiven 09/2015: 383-391. URL: http://www.ard-werbung.de/media-perspektiven/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/bewegtbildnutzung-nimmt-weiter-zu-habitualisierung-bei-13-bis-29-jaerigen/ (10.10.2015).

Abstract: Nach den Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie 2015 nutzen 20 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren täglich Videos im Internet, knapp zwei Drittel tun es zumindest selten. Betrachtet man nur die Onliner, also diejenigen, die zumindest selten ins Internet gehen, zeigt sich gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg der Bewegtbildnutzung.

 

II.

Medien & Kommunikationswissenschaft – Heft 3/2015

Alexander Haas / Julian Unkel (2015): Glaubwürdigkeit und Selektion von Suchergebnissen. Der Einfluss von Platzierung, Reputation, Neutralität und sozialen Empfehlungen bei der Nutzung von Suchmaschinen. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 3/2015: 363-382. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-3-363/glaubwuerdigkeit-und-selektion-von-suchergebnissen-der-einfluss-von-platzierung-reputation-neutralitaet-und-sozialen-empfehlungen-bei-der-nutzung-von-suchmaschinen-jahrgang-63-2015-heft-3?page=1 (29.09.2015).

Abstract: Die Studie untersucht das Selektionsverhalten bei der Nutzung von Suchmaschinen. Diesen kommt in vielen Fällen die Rolle als Gatekeeper zu, wenn Rezipienten online nach Informationen suchen. Dabei scheinen sich die Nutzer relativ unreflektiert an den Vorgaben zu orientieren, da sie hauptsächlich die erstplatzierten Suchergebnisse aufrufen. Bislang ist nicht geklärt, ob sie diesen ersten Suchergebnissen eine höhere Glaubwürdig- keit zuschreiben oder ob Urteilen über die Glaubwürdigkeit kein nennenswerter Einfluss auf die Selektion zukommt. In einer Beobachtungsstudie (n = 247) werden neben der Reihenfolge der präsentierten Suchergebnisse drei Glaubwürdigkeitsindikatoren syste- matisch variiert: die Reputation der Quelle, die Neutralität des Suchergebnisses und die Anzahl an Empfehlungen durch andere Nutzer. Die Ergebnisse belegen die vorrangige Bedeutung der Platzierung, geben aber auch Hinweise darauf, in welchen Situationen die Beurteilung der Glaubwürdigkeit die Auswahlentscheidungen stärker beeinflussen könnte.

 

Book reviews

Michaela Kramer (2015): Ulla Autenrieth (2014): Die Bilderwelten der Social Network Sites. Bildzentrierte Darstellungsstrategien, Freundschaftskommunikation und Handlungsorientierungen von Jugendlichen auf Facebook und Co. Baden-Baden: Nomos. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 3/2015: 419-420. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-3/m-k-medien-kommunikationswissenschaft-jahrgang-63-2015-heft-3#select-about-row (29.09.15).

Abstract: Social Network Sites avancierten im Zuge der rasanten Verbreitung von Social Media schnell zum zentralen Bezugspunkt jugendlicher Mediennutzung. Die nach wie vor hohen Nutzungszahlen demonstrieren, welch große Relevanz diese Plattformen für Heranwachsende haben, auf denen sie sich präsentieren, vernetzen und informieren können. Bildern bzw. bildzentrierter Kommunikation kommt in diesem Zusammenhang eine maßgebliche Rolle zu. Insgesamt beeindruckt die breite methodische Anlage der Studie, die eine vielschichtige und facettenreiche Darstellung des – bislang erst wenig untersuchten – Gegenstandes gewährleistet. Die Erforschung von Social Media- Kontexten und insbesondere deren visuellen Elementen stellt nach wie vor eine Herausforderung für sozialwissenschaftlich orientierte Forschungsperspektiven dar. Mit der Neuentwicklung von Erhebungsverfahren und dem expliziten Einbezug der Bildrahmungen und -kontexte (Überschriften, Kommentare, Verlinkungen und Likes) ist diesen Bedingungen gewinnbringend begegnet worden.

 

Michael Schaffrath (2015): Stephanie Heinecke (2014): Fit fürs Fernsehen? Die Medialisierung des Spitzensports als Kampf um Gold und Sendezeit. Köln: von Halem. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 3/2015: 426-427. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-3/m-k-medien-kommunikationswissenschaft-jahrgang-63-2015-heft-3#select-about-row (29.09.15).

Abstract: Im Zuge der Erfolge von Steffi Graf und Boris Becker konstruierten Verbände und Vermarkter immer neue Wettbewerbe und kreierten Turniere von zweifelhaftem sportlichen Wert, nur um öffentliches Interesse zu konservieren, Bildschirm-Präsenz zu erhöhen und so Sponsoring-Gelder zu verbessern und die eigene Kasse zu füllen. Der weiße Sport passte sich auf verschiedene Arten der Medienlogik an, und das Fernsehen dankte es mit exzessiven Übertragungen – fast täglich und oft stundenlang. Der Ergebnisteil ist in seinem Umfang wohl einzigartig zu dem Sujet. Die Autorin kann eine Vielzahl von Anpassungen für die sechs Sportarten an die TV-Logik aufzeigen.

 

Jessica Kunert (2015): Holger Sievert / Astrid Nelke (Hrsg.) (2014): Social-Media-Kommunikation nationaler Regierungen in Europa. Theoretische Grundlagen und vergleichende Länderanalysen. Wiesbaden: Springer VS. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 3/2015: 435-436. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-3/m-k-medien-kommunikationswissenschaft-jahrgang-63-2015-heft-3#select-about-row (29.09.15).

Abstract: Der Sammelband “Social-Media-Kommunikation nationaler Regierungen in Europa. Theoretische Grundlagen und vergleichende Länderanalysen“ gibt einen weiten Überblick über das Feld der Regierungskommunikation unter dem Aspekt der Nutzung von Social Media. Das Studium der Nutzung von Social Media in der Praxis steht im Vordergrund; dem wird sich empirisch durch kleinere Fallstudien zum Fall Deutschland und eine international verglei- chende Studie im größeren Rahmen angenähert.

 

Josephine B. Schmitt (2015): Ulrike Wagner / Christa Gebel (2014): Jugendliche und die Aneignung politischer Information in Online-Medien. Wiesbaden: Springer VS. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 3/2015: 437-438. URL: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634X-2015-3/m-k-medien-kommunikationswissenschaft-jahrgang-63-2015-heft-3#select-about-row (29.09.15).

Abstract: Im Diskurs über sinkende Wählerzahlen und zunehmende Politikverdrossenheit stehen besonders heranwachsende Generationen im Fokus. Durch die im Internet-Zeitalter stetig zunehmende Informationsmenge und -diversität wird die Orientierung insbesondere jüngerer und unerfahrenerer Mediennutzer erheblich erschwert. Hinsichtlich der Aneignung politischer Informationen und ihrer Übersetzung in verschiedene Formen gesellschaftlicher Beteiligung stellt die Orientierungslosigkeit ein großes Problem dar. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist es daher von elementarer Bedeutung, sich intensiver mit dem (politischen) Informations- und Partizipationsverhalten Jugendlicher auseinanderzusetzen, um daraus Handlungsempfehlungen für die medienpädagogische Praxis ableiten zu können.

 

III.

New Media and Society – Heft 7/2015

Yang Cheng/Jingwen Liang/Louis Leung (2014): Social network service use on mobile devices: An examination of gratifications, civic attitudes and civic engagement in China. In: New Media & Society August 2015 17: 1096-1116. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/7/1096.full (29.09.15).

Abstract: As mobile social network services have been integrated in many people’s daily lives, this study investigated the relationships between gratifications-sought, social network service use on mobile devices, civic attitudes and civic engagement in Mainland China. Data were gathered in a survey of 760 university students. Results showed that gratifications for technological convenience (accessibility), information exchange (cognition needs), and social interaction (recognition needs) significantly predicted civic engagement. The results also demonstrated that civic attitudes and social network service use on mobile devices are positively related to civic engagement. These findings well demonstrated the important role of mobile-based communication in connecting citizens to civil society.

 

Courtney Blackwell/Jeremy Birnholtz/Charles Abbott (2014): Seeing and being seen: Co-situation and impression formation using Grindr, a location-aware gay dating app. In: New Media & Society August 2015 17: 1117-1136. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/7/1117.full (29.09.15).

Abstract: While online spaces and communities were once seen to transcend geography, the ubiquity of location-aware mobile devices means that today’s online interactions are deeply intertwined with offline places and relationships. Systems such as online dating applications for meeting nearby others provide novel social opportunities, but can also complicate interaction by aggregating or “co-situating” diverse sets of individuals. Often this aggregation occurs across traditional spatial or community boundaries that serve as cues for self-presentation and impression formation. This paper explores these issues through an interview study of Grindr users. Grindr is a location-aware real-time dating application for men who have sex with men. We argue that co-situation affects how and whether Grindr users and their behavior are visible to others, collapses or erases contextual cues about normative behavior, and introduces tensions in users’ self-presentation in terms of their identifiability and the cues their profile contains relative to their behavior.

 

Bob De Schutter/Julie A Brown/Vero Vanden Abeele (2014): The domestication of digital games in the lives of older adults. In: New Media & Society August 2015 17: 1170-1186. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/7/1170.full (29.09.15).

Abstract: The current study aims to integrate the findings of previous research on the use of video games by older adults by applying the domestication framework developed in the 1990s. A qualitative study was performed with 35 participants aged between 49 and 73, who were targeted purposefully from a larger sample of 213. The analysis revealed how older adults appropriated digital games using pre-existing, public and co-constructed meanings, as well as how such meanings influence the incorporation of digital games in their daily routine. The study also reveals how the transformation of personal meanings into the public realm can be obstructed by social factors. Finally, the usefulness of the domestication framework for this topic of study as well as implications for future research are discussed.

 

Book Reviews

Murat Akser (2015): Social movements and their technologies: Wiring social change. In: New Media & Society August 2015 17: 1194-1196. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/7/1194.full (29.09.15).

Abstract: Stefania Milan’s book is about the interaction between social movements and how they use media technologies. Her main premise is that communication technologies are instrumental in giving social movements a voice, and that beyond this, they are part of the impact of the social movements and they affect the way these movements operate. Milan looks at the grassroots of media activism at both group and individual level through the lens of sociological theory with its features of mobilizing frames, identity building, and action repertoires. By addressing emancipatory communication practices through the point of view of social movement research, Milan’s book fills the gaps in previous studies of social movement media.

 

New Media and Society – Heft 8/2015

Ulrike Klinger/Jakob Svensson (2014): The emergence of network media logic in political communication: A theoretical approach. In: New Media & Society September 2015 17: 1241-1257. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/8/1241.full (29.09.15).

Abstract: In this article we propose a concept of network media logic in order to discuss how online social media platforms change political communication without resorting to technological determinism or normalization. We argue that social media platforms operate with a distinctly different logic from that of traditional mass media, though overlapping with it. This is leading to different ways of producing content, distributing information and using media. By discussing the differences between traditional mass media and social media platforms in terms of production, consumption and use, we carve out the central elements of network media logic – that is, the rules/format of communication on social media platforms – and some consequences for political communication.

 

Paško Bilić (2014): ‘Searching for a centre that holds’ in the network society: Social construction of knowledge on, and with, English Wikipedia. In: New Media & Society September 2015 17: 1258-1276. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/8/1258.full (29.09.15).

Abstract: The communication model of the network society is not horizontal and flat. Different mediated constructions and centreing performances on new media platforms work towards integrating the symbolic environment, and towards representing the imagined mediated centres. Wikipedia aspires to become ‘the sum of all human knowledge’. Despite being built on anonymous contributions its underlying dynamic is a process of empirically traceable social construction of knowledge. A case study of English Wikipedia’s In the news (ITN) section will be presented. Through flexible mediated content production, based on the routinization of the process in policies and guidelines, Wikipedia constructs social centres through consensus-driven media rituals, based on the neutral point of view. Wikipedia has blurred the border between different types of knowledge in the process of ‘searching for a centre that holds’. It constantly negotiates the border between its internal collaboration and its external symbolic environment.

 

Julia Tylor (2014): An examination of how student journalists seek information and evaluate online sources during the newsgathering process. In: New Media & Society September 2015 17: 1277-1298. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/8/1277.full (29.09.15).

Abstract: A thorough understanding of how to evaluate website credibility is a crucial tool for journalists. This study examines how journalism students conduct the online newsgathering process and seeks to understand the decisions they make involving credibility assessment. This was accomplished through a triangulated approach involving a content analysis of video recordings of students’ keystrokes during the newsgathering process, coupled with subsequent semi-structured interviews. The findings suggest that while journalism students exhibit some level of understanding about the importance of verification, they rely strongly on search engines and trust the credibility of search-engine results.

 

Saleem Alhabash/Anna R McAlister (2014): Redefining virality in less broad strokes: Predicting viral behavioral intentions from motivations and uses of Facebook and Twitter. In: New Media & Society September 2015 17: 1317-1339. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/8/1317.full (29.09.15).

Abstract: With the growing sophistication of social media, virality of online content has become an indicator of online message effectiveness. We argue for a comprehensive definition that extends virality to social networking and microblogging sites, by emphasizing users’ behaviors beyond shear access and viewership. Across two studies, we investigate viral behavioral intentions (VBIs) toward pro-social messages shared on Facebook and Twitter. We further explore how motivations and uses of Facebook and Twitter predict VBIs toward messages shared on these websites.

 

Brenda L. Berkelaar/Joshua M. Scacco/Jeffrey L. Birdsell (2014): The worker as politician: How online information and electoral heuristics shape personnel selection and careers. In: New Media & Society September 2015 17: 1377-1396. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/8/1377.full (29.09.15).

Abstract: Employers’ use of increasingly visible online information extends when, where, and in what role contexts personnel selection—and correspondingly career management—occurs. Data from 59 employers suggest the use of a new lens to evaluate workers: the worker as politician. By appropriating strategies from electoral contexts to “vote” on job candidates, employers are (unintentionally) reimagining personnel selection. Participants report seeking appropriately endorsed workers with electable personalities, who demonstrate commercially “sanitized” public images and reflect the “right” kind of private life and mainstream values. Results contribute to research on how new technologies and information visibility affect personnel selection, career management, and reputation management.

 

IV.

Convergence – Heft 3/2015

Matt Hills (2015): The expertise of digital fandom as a ‘community of practice’: Exploring the narrative universe of Doctor Who In: Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies August 2015 21: 360-374. URL: http://con.sagepub.com/content/21/3/360.full (29.09.15).

Abstract: It has been assumed that Web 2.0 has democratized participatory culture, challenging the significance of ‘expertise’ via ‘collective intelligence’ (Jenkins, 2006). However, fan-cultural logics of expertise remain stratified in relation to ‘communities of practice’ (Wenger, 1998) where fandom-specific wikis transform pop-cultural narratives into databases of information (Booth, 2010: 105). Such fan-generated content also challenges separations of database and narrative (Bassett, 2007: 178). Focusing on Doctor Who fandom, I consider the ‘epistemological economy’ (Hastie, 2007) of Who fans’ expertise. It has been argued that fans can be ‘industry driven’ or members of communities with histories of expertise (Busse and Gray, 2014: 431). However, this industry/community binary is problematic, and instead, I argue that Doctor Who fan expertise has become part of a ‘nexus of multimembership’ (Wenger, 1998: 159) – placed in an uneasy position between the ‘official’ knowledge of showrunner fans and unofficial fan practices of re-narrating/archiving.

 

Sebastian Kubitschko (2015): Hackers’ media practices: Demonstrating and articulating expertise as interlocking arrangements. In: Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies August 2015 21: 388-402. URL: http://con.sagepub.com/content/21/3/388.full (29.09.15).

Abstract: The increased level of technical abstractness poses a challenge for laypersons and politicians alike to notice the political impacts specific technical developments might bring. By presenting qualitative research on Europe’s oldest and one of the world’s largest hacker organizations – the Chaos Computer Club (CCC) – the article shows that the CCC acts as a civil society organization that brings together a wide range of knowledge, skills and experiences related to media technologies and infrastructures. By deconstructing the abstractness of a given technology, the CCC materializes its formerly unrecognized political quality. Yet, the political endeavour of closing the expert-public gap, in the interests of public democracy, is only brought to life once the outcomes of a particular hack are communicated in comprehensible manners to diverse publics and audiences. Overall the article points to the emergence of new modes and practices of expertise by conceptualizing the Club’s active demonstration of expertise through hacking and its articulation of expertise through media-related practices and interactions with institutional politics as interlocking arrangements. Today, hackers – and in particular hacker organizations – are best considered actors whose skills, knowledge and experiences are ever more relevant for political cultures and democracy at large.

 

V.

Communications – Heft 3/2015

Sander de Ridder/Sofie van Bauwel, Sofie (2015): Youth and intimate media cultures: Gender, sexuality, relationships, and desire as storytelling practices in social networking sites. In: Communications 3/2015: 319–340. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2015.40.issue-3/commun-2015-0012/commun-2015-0012.xml?format=INT (29.09.15).

Abstract: This paper investigates how young people give meaning to gender, sexuality, relationships, and desire in the popular social networking site (SNS) Netlog. In arguing how SNSs are important spaces for intimate politics, the extent to which Netlog is a space that allows contestations of intimate stories and a voicing of difference is questioned. These intimate stories should be understood as self-representational media practices; young people make sense of their intimate stories in SNSs through media cultures. Media cultures reflect how audiences and SNS institutions make sense of intimacy. This paper concludes that intimate stories as media practices in the SNS Netlog are structured around creativity, anonymity, authenticity, performativity, bricolage and intertextuality. The intimate storytelling practices focusing on creativity, anonymity, bricolage and intertextuality are particularly significant for a diversity of intimacies to proliferate.

 

Johannes Knoll/Holger Schramm (2015): Advertising in social network sites – Investigating the social influence of user-generated content on online advertising effects. In: Communications 3/2015: 341–360. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2015.40.issue-3/commun-2015-0011/commun-2015-0011.xml?format=INT (29.09.15).

Abstract: In today’s social online world there is a variety of interaction and participatory possibilities which enable web users to actively produce content themselves. This user-generated content is omnipresent in the web and there is growing evidence that it is used to select or evaluate professionally created online information. The present study investigated how this surrounding content affects online advertising by drawing from social influence theory. Specifically, it was assumed that web users sharing an interpersonal relationship (interpersonal influence) and/or a group membership (collective influence) with authors of user-generated content which appears next to advertising on the web page are more strongly influenced in their response to the advertising than unrelated users. These assumptions were tested in a 2 × 2 between-subject experiment with 118 students who were exposed to four different Facebook profiles that differed in terms of interpersonal connection to the source (existent/non-existent) and collective connection to the source (existent/non-existent). The results show a significant impact in the case of collective influence, but not in the case of interpersonal influence. The underlying mechanisms of this effect and implications of the results for online advertising are discussed.

 

Anders Olof Larsson/Moe Hallvard (2015): Bots or journalists? News sharing on Twitter. In: Communications 3/2015: 361–370. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2015.40.issue-3/commun-2015-0014/commun-2015-0014.xml?format=INT (29.09.15).

Abstract: Online news sites have become an internet ‘staple’, but we know little of the forces driving the popularity of such sites in relation to what could be understood as the latest iteration of the web – social media services. This research in brief article discusses empirical results regarding the uses of Twitter for news sharing. Specifically, we present a comparative analysis of links emanating from the service at hand to a series of media outlets over a six-month period in two countries; Sweden and Norway. Focusing on linking practices among highly active Twitter accounts, we problematize the assumption that online communication involves two or more humans by directing attention to more or less automated ‘bot’ accounts. In sum, it is suggested that such automated accounts need to be dealt with more explicitly by researchers as well as practitioners interested in the popularity of online news as expressed through social media activity.

 

VI.

Publizistik – Heft 2/2015

Peter Vorderer (2015): Der mediatisierte Lebenswandel. In: Publizistik, Heft 3/2015: 259-276. URL: http://link.springer.com/article/10.1007/s11616-015-0239-3/fulltext.html (29.09.2015).

Abstract: Ausgangspunkt dieser Betrachtung ist die einfache Feststellung, dass unter POPC-Bedingungen der Bezug von konventionellen Botschaften der Massenkommunikation sowie die Produktion und der Empfang von Botschaften der interpersonalen Kommunikation zumindest mit bekannten, sozial nahestehenden Personen (‚relevant others‘, ‚strong ties‘) sowie mit Personen des erweiterten Netzwerkes (‚weak ties‘) jederzeit und allerorts möglich ist und vielfach aktiv, teils mit hoher Frequenz oder gar permanent von den Nutzerinnen und Nutzern betrieben wird. Daraus ergeben sich weitreichende Implikationen für die Erwartungen an sowie die Auswahl, Planung, Umsetzung und das Erleben von unterschiedlichsten Handlungen.

 

Sebastian Pflügler/Philip Baugut (2015): Normverstoß, Medienkonstrukt, Machtkampf oder Internethysterie? In: Publizistik, Heft 3/2015: 305-324. URL: http://link.springer.com/article/10.1007/s11616-015-0236-6/fulltext.html (29.09.2015).

Abstract: Skandale sind ein fester Bestandteil der Medienlandschaft, und so hat sich auch die Skandalforschung in den letzten Jahrzehnten als Schnittstelle verschiedener Forschungsdisziplinen etabliert. Diese Vielfalt der Zugänge erschwert deren Systematisierung, die bislang noch nicht nachvollziehbar anhand bestimmter Distinktionsmerkmale erfolgt ist. Der Beitrag verringert dieses Defizit, indem erstmals Typen der Skandalforschung identifiziert und beschrieben werden: „gesellschaftsorientierter Moralismus“, „medienorientierter Konstruktivismus“, „strategischer Konstruktivismus“ und „internetorientierter Relativismus“. Die Ansätze unterscheiden sich teilweise erheblich darin, welche Ursachen, welchen Verlauf und welche Funktion bzw. Bewertung sie Skandalen zuschreiben. Neben fundamentalen Unterschieden zeigen sich aber auch Gemeinsamkeiten, Anknüpfungspunkte und „blinde Flecken“ der Zugänge zum Phänomen des Skandals.

 

Beobachtete Journals

Media Perspektiven: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/
Medien & Komm.wiss: http://www.m-und-k.nomos.de/archiv/2015/
New Media and Society: http://nms.sagepub.com/content/by/year/2015
Convergence : http://con.sagepub.com/content/by/year
Communications: http://www.degruyter.com/view/j/comm_comm.2015
Publizistik: http://link.springer.com/journal/volumesAndIssues/11616

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