Journalbeobachtung 01/2015

April 1, 2015 8:04 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

 

I.

Media Perspektiven – Heft 1/2015

 

Birgit van Eimeren (2015): Nachrichtenrezeption im Internet. Befunde aus der ARD/ZDF-Onlinestudie 2014. In: Media Perspektiven 01/2015: 2-7. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/nachrichtenrezeption-im-internet/ (28.03.2015).

Abstract: Aktuelle Informationen zählen zu den meistgenutzten Inhalten im Internet. Inzwischen nutzen knapp zwei Drittel aller Onlinenutzer und damit (auf die Gesamtbevölkerung bezogen) jeder zweite Erwachsene in Deutschland aktuelle Nachrichten im Netz – ausschließlich oder wie die meisten Bundesbürger zusätzlich zu den traditionellen Nachrichtenquellen Fernsehen, Radio, Tageszeitung oder Nachrichtenmagazin. Im Gegensatz zu den Nachrichten in den klassischen Medien sind es vor allem die Jüngeren, die sich im Netz aktuell informieren. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist im Netz eine Vielzahl neuer Konkurrenten und attraktiver (News-) Angebotsformen entstanden, wobei sich die klassischen Medien in diesem neuen Umfeld bisher recht gut behauptet haben.

 

Hanna Puffer (2015): Video-on-Demand: Neue Schubkraft durch Netflix? Bewegung im deutschen Markt der Onlinevideotheken. In: Media Perspektiven 01/2015: 17-29. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/video-on-demand-neue-schubkraft-durch-netflix/(28.03.2015).

Abstract: Das Zusammenwachsen des Mediums Fernsehen mit digitalen Angeboten spiegelt sich in der Nutzung von Streamingplattformen und Sendermediatheken. Diese Formen von Bewegtbildnutzung werden vermehrt in den Medienalltag der Onliner in Deutschland integriert. Auch Video-on-Demand-Anbieter wie Maxdome, Amazon PrimeInstant Video und Watchever ergänzen das klassische Fernsehen und werden, besonders in den jüngeren Altersgruppen, vermehrt genutzt. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Geschäftsmodellen von VoD, die den Rezipienten unterschiedliche Nutzungs- und Bezahlformen einräumen.

 

Volker Lilienthal/Stephan Weichert/Dennis Reineck/Annika Sehl/Silvia Worm (2015): Digitaler Journalismus: Dynamisierung, Technisierung, Dialogisierung. Ergebnisse der LfM-Studie „Digitaler Journalismus“. In: Media Perspektiven 01/2015: 30-40. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/digitaler-journalismus-dynamisierung-technisierung-dialogisierung/ (28.03.2015).

Abstract: Der Journalismus – das heißt seine Akteure und Produkte – durchläuft einen tiefgreifenden Strukturwandel. Mit der Digitalisierung einhergehende Wandlungsprozesse wirken sich auf die konkreten Recherche- und Produktionspraktiken sowie auf das Storytelling aus. Neben der Dynamik spielen vor allem die Technisierung des Berufs und die Interaktionen des Publikums eine immer größere Rolle. Der Beitrag beleuchtet vorrangig Ergebnisse von Leitfadengesprächen mit Redaktionsverantwortlichen führender Onlinemedien in Deutschland.

 

ARD-Forschungsdienst (2015): Radio und TV im Kontext crossmedialer Werbung. In: Media Perspektiven 01/2015: 41-43. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/radio-und-tv-im-kontext-crossmedialer-werbung/ (28.03.2015).

Abstract: Werbung wird immer häufiger gleichzeitig über mehrere Medienkanäle verbreitet. Aktuellen Studien zufolge muss bei crossmedialen Kampagnen beachtet werden, dass Medien unterschiedlich starke Effekte bei den Rezipienten auslösen können und dies sich auch auf die Rezeption werblicher Kommunikation auswirkt. Der Forschungsdienst beschäftigt sich außerdem mit Synergieeffekten unterschiedlicher Medienkanäle.

 

Media Perspektiven – Heft 02/2015

 

Rebecca Knauth (2015): Social-Media-Aktivitäten am Beispiel SWR. In: Media Perspektiven 02/2015: 66-74. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/social-media-aktivitaeten-am-beispiel-swr/ (28.03.2015).

Abstract: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss, wie andere Medien auch, auf die Veränderungen reagieren, die durch das Internet ausgelöst werden. Neue Formen des Journalismus und der Unterhaltung, neue Erzählweisen und nicht zuletzt die Interaktion mit den Nutzern müssen erprobt und auf den Weg gebracht werden. Dies geschieht in enger Verzahnung mit dem Wandel im Mediennutzungsverhalten der Rezipienten. Eine besondere Rolle spielen Plattformen und Soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube oder Twitter mit ihren Möglichkeiten der Kommunikation, Interaktion und Vernetzung. Hier präsent zu sein, ist für die Erreichbarkeit insbesondere jüngerer Zielgruppen essentiell. Wie der Südwestrundfunk (SWR) hier vorgeht, ist anhand von Beispielen und Projekten Gegenstand dieses Beitrags.

Udo Michael Krüger (2015): InfoMonitor 2014: Internationale Themen dominieren die aktuelle Berichterstattung. In: Media Perspektiven 02/2015: 75-104. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2015/artikel/infomonitor-2014-internationale-themen-dominieren-die-aktuelle-berichterstattung/(28.03.2015).

Abstract: Das Nachrichtenjahr 2014 wurde stark durch Auslandsereignisse und internationale Entwicklungen geprägt. Das dominierende Topthema des Jahres war der Ukrainekonflikt, gefolgt vom Kampf gegen den IS-Terror, dem Gazakonflikt, der Fußball-WM in Brasilien, der Ebola-Epidemie und der Europawahl. Dies sind zentrale Ergebnisse der Jahresbilanz des InfoMonitors, der kontinuierlichen Analyse der sechs wichtigsten Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen.

II.

Medien & Kommunikationswissenschaft – Heft 1/2015

 

Reihe „Methodeninnovationen in der Kommunikationswissenschaft“

Alexandra Sowka / Christoph Klimmt / Dorothée Hefner / Fenja Mergel / Daniel Possler (2015): Die Messung von Medienkompetenz. Ein Testverfahren für die Dimension „Medienkritikfähigkeit“ und die Zielgruppe „Jugendliche“. In: In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 1/2015: 62-82. URL: http://www.nomos-elibrary.de/index.php?dokid=384497&tid=1087575 (28.03.2015).

Abstract: Medienkompetenz gilt im Zeitalter der Informations-, Wissens- und Mediengesellschaft als eine Schlüsselqualifikation. Trotz der großen gesellschaftlichen und individuellen Bedeutung, die dem Konzept zugesprochen wird, liegen überraschend wenige empirische Forschungsansätze zur Erfassung von Medienkompetenz vor. Der vorliegende Beitrag setzt an dieser Forschungslücke an. Vorgestellt wird ein Testinstrument zur standardisierten Messung von Medienkritikfähigkeit (MKF) – einer zentralen Dimension von Medienkompetenz. Das Instrument besteht aus Testaufgaben, die die Fähigkeiten von Jugendlichen, kritisch-kompetent mit Medienangeboten umzugehen, objektiv erfassen. Die Aufgaben wurden in zwei Studien mit jugendlichen Samples erprobt.

 

Book reviews

Andreas Hepp (2015): Review von Frank Esser / Jesper Strömbäck (Eds.) (2014): Mediatization of Politics. Understanding the Transformation of Western Democracies. Basingstoke: Palgrave Macmillan. In: In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 1/2015: 85-86. URL: http://www.nomos-elibrary.de/index.php?dokid=384499&tid=1087578 (28.03.2015).

Abstract: Um die Besonderheit des von Frank Esser und Jesper Strömbäck herausgegebenen Bandes „Mediatization of politics“ verstehen zu können, ist es notwendig, ihn in der aktuellen Mediatisierungsforschung zu kontextualisieren. In dieser aktuellen Diskussion positioniert sich das Buch „Mediatization of Politics“ mit seiner doppelten Zielsetzung (5): Es soll einerseits der aktuelle Stand der Forschung zur Mediatisierung von Politik zusammengetragen werden. Ausgehend davon gilt es andererseits, die Theorie der Mediatisierung von Politik vor dem Hintergrund des aktuellen Mediatisierungsschubs der Digitalisierung voranzubringen. Insgesamt handelt es sich bei diesem Band um eine sehr gute Publikation, die deutlich macht, dass „Bewegung“ in die Forschung zur Mediatisierung von Politik gekommen ist.

 

Hans-Dieter Kübler (2015): Review von Angela Tillmann / Sandra Fleischer / Kai-Uwe Hugger (Hrsg.) (2014): Handbuch Kinder und Medien. Wiesbaden: Springer VS. In: In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 1/2015: 95-97. URL: http://www.nomos-elibrary.de/index.php?dokid=384505&tid=1087584 (28.03.2015).

Abstract: In sechs Kapitel sind die 38 Beiträge eingeteilt, die das Forschungs- und Erkenntnisfeld strukturieren: Zunächst in einen allgemeinen über „Kinder, Kindheiten und Medien“, so- dann in „Theoretische Grundlagen der Kindermedienforschung“ sowie „Medienforschung mit Kindern“, worin vielfältige methodische Herangehensweisen zur einschlägigen Forschung versammelt sind. Es folgen altersspezi- fische, also entwicklungsspezifische Zugänge unter dem Rubrum „Bedeutung von Medien im kindlichen Lebensverlauf“ und medienwissenschaftliche Überblicke im engeren Sinne unter „Stellenwert und Bedeutung spezifischer Medien für Kinder“. Am Ende steht die „Medien- pädagogische Arbeit mit Kindern“. Das Handbuch erfüllt für weniger Kundige sicherlich den Anspruch, erste und überblicksartige Orientierungen in vielerlei Hinsicht zu liefern. Die überaus reiche und gewiss auch heterogene einschlägige Forschung, ihre Ansätze, Theoreme und Ergebnisse souverän, angemessen und umfassend aufzuarbeiten und zugleich vergleichend einzuordnen – zu- mal auch mit Blick auf internationale Entwicklungen –, gelingt allerdings nicht gänzlich.

 

III.

New Media and Society – Heft 1/2015

 

Maria Hellman and Charlotte Wagnsson (2013): New media and the war in Afghanistan: The significance of blogging for the Swedish strategic narrative. In: New Media & Society Januar 2015, 17: 6-23. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/1/3.full (28.03.2015).

Abstract: The new media situation gives fuel to increased competition between narratives. In the sphere of security this poses challenges to government strategic narratives. Scholars, drawing on findings from the Anglo-Saxon sphere, suggest that the new media activism gives rise to counter-hegemonic narratives that thrive on and through social media sites. We argue that the emergence of counter-narratives in the sphere of security depends upon a few key dynamics that might vary with political context such as political culture, the size of the blogosphere, the debate in mainstream media and socialization processes within the military organization. Our case study of Swedish blogging about Sweden’s military contribution to the International Security Assistance Force mission in Afghanistan suggests that blogs are mainly used to sustain – and not to challenge – the governmental narrative. This invites us to question the significance of new media platforms as counter-hegemonic forces in communities beyond the Anglo-Saxon sphere.

 

Holger Pötzsch (2013): The emergence of iWar: Changing practices and perceptions of military engagement in a digital era. In: New Media & Society Januar 2015, 17: 78-95. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/1/78.full (28.03.2015).

Abstract: The present article investigates the influences of new media technologies on perception and practices of warfare. Drawing on established conceptual frameworks, such as virtuous war and diffused war, the article argues for the fundamentally ambiguous nature of the Internet and social networking technologies that facilitate democratic participation and political activism, but at the same time enable unprecedented forms of oppression, surveillance and control. The article develops the term iWar to account for the technological affordances that facilitate the latter, and introduces five key dimensions of the concept – individuation, implicitness, interactivity, intimacy and immediacy. These dimensions are then connected to specific socio-technological dynamics, before their impact on practices and perceptions of warfare is sketched out.

 

Michael Chan (2013): Mobile phones and the good life: Examining the relationships among mobile use, social capital and subjective well-being. In: New Media & Society Januar 2015, 17: 96-113. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/1/96.full (28.03.2015).

Abstract: The number of mobile phone subscriptions worldwide reached almost 7 billion in 2013. Therefore, the social and psychological consequences of the technology are of great interest to new media scholars and policy makers. Adopting an affordance-based approach, this study examines how different uses of the mobile phone are related to individuals’ subjective well-being and social capital. Findings from a national survey showed that both voice and online communication with the mobile phone is positively related to various indicators of subjective well-being and bonding and bridging capital. Moreover, both bonding and bridging capital mediated the relationship between mobile phone use and subjective well-being. On the other hand, non-communicative uses, such as information seeking activities, were negatively related to positive affect and passing time activities were positively related to negative affect. Implications of the findings are discussed.

 

New Media and Society – Heft 2/2015

 

Paul Booth (2014): Crowdfunding: A Spimatic application of digital fandom. In: New Media & Society Februar 2015, 17: 149-166. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/2/149.full (28.03.2015).

Abstract: The digital environment has opened up new spaces for fans to engage with the production process of their favoured texts. However, fan studies have largely neglected the larger temporal structures undergirding this engagement. In this article, I augment studies of digital fandom by utilizing Bruce Sterling’s technosocial concept of the Spime as a means of investigating the relationship forged between the technology of crowdfunding and the affect of particular audiences. The successful Kickstarter campaigns for Rob Thomas and Kristen Bell’s Veronica Mars film and Zach Braff’s film Wish I Was Here, and the failed Kickstarter campaign for Melissa Joan Hart’s film Darcis Walk of Shame, each illustrate how the entertainers drew (or did not draw) on specific support from the lineage of his or her own fan communities to generate funds and word-of-mouth publicity. These campaigns ultimately illustrate the consequential powers of the fan at multiple nodes within the production process.

 

Suncem Koçer (2014): Social business in online financing: Crowdfunding narratives of independent documentary producers in Turkey. In: New Media & Society Februar 2015, 17: 231-248. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/2/231.full (28.03.2015).

Abstract: Crowdfunding is a relatively novel concept in Turkish public discourse. Yet, activist media producers in Turkey actively use online opportunities to solicit production, post-production and distribution financing. This article explores crowdfunding as a signifier that draws public attention to media texts for which online funding drives are performed. As crowdfunding campaigns circulate through social media, they forge publics around the related films, videos, stories and, more significantly, the social causes around which these media revolve. Based on long-term ethnographic research with independent media producers in Turkey, the article scrutinizes the crowdfunding adventures behind three documentaries, My Child, Ecumenopolis and I Flew You Stayed, as narrated by their producers. Using the analysis of the campaigns for these documentary films as cases, I argue that in addition to being a means to raising funds, crowdfunding is a tool to accomplish social and political ends ranging from creating communities of support and attracting media attention to building a reputation of independence.

 

Andrea Hunter (2015): Crowdfunding independent and freelance journalism: Negotiating journalistic norms of autonomy and objectivity. In: New Media & Society Februar 2015. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/2/272.full (28.03.2015).

Abstract: In recent years, news organizations have been struggling to find viable business models, with many media outlets either closing or facing budget cuts, resulting in fewer journalists working with fewer resources. One solution that has been gaining momentum is the practice of crowdfunding. This move has been heralded as one that puts audiences in a position of power, in that they have a say in what journalists pursue, but how does the role of the professional journalist change when giving up some control of the news process? This article argues that journalists who crowdfund strongly believe in the journalistic norm of autonomy, but at the same time feel a great deal of responsibility towards their funders, which is potentially a point of conflict. They also challenge the journalistic norm of objectivity, often using crowdfunding as an avenue to create journalism with a ‘point of view’, or advocacy journalism.

 

Book reviews

Lee Artz (2015): Review of Lee McGuigan and Vincent Manzerolle (eds): The Audience Commodity in a Digital Age: Revisiting a Critical Theory of Commercial Media. Peter Lang: New York, 2014. In: New Media & Society Februar 2015, 17: 310-312. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/2/310.extract (28.03.2015).

Abstract: This collection of 18 essays grappling with the audience commodity theses and its application to digital communication is a worthy offering to the dialogue on social media and political economy, demonstrating again that there is no singular genius that discovers or creates knowledge. It is always a collective undertaking. Lee McGuigan and Vincent Manzerolle’s ambitious project to revive and update the theory of the audience commodity opens with seminal works, including Dallas Smythe’s ‘blind spot’ essay on how commercial television produces audiences for sale to advertisers; Graham Murdock’s reply insisting economic production of audiences does not explain the ideological production necessary for capitalism and class power; Eileen Meehan’s clarification of the audience commodity as ratings data, not audiences per se; and Sut Jhally and Bill Levant’s pithy fusillade against commercialism that casts TV watching as an economic activity. Another nine essays appear in three sections grappling with social marketing, data collection, user-generated content (UGC) and other changes wrought by digital commercial media.

 

Alicya Lloyd (2015): Review of Stephanie Ricker Schulte: Cached – Decoding the Internet in Global Popular Culture. New York University Press: New York, 2013. In: New Media & Society Februar 2015, 17: 316-318. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/2/316.full (28.03.2015).

Abstract: In Cached: Decoding the Internet in Global Popular Culture, Stephanie Ricker Schulte analyses the Internet from the political and cultural perspectives which have allowed the technology to reshape and influence economic and political life mainly in the United States, and Europe with mention given to the Middle East. This book can be used to complement literature on new media technology and society and can be placed in conversation with the works of Henry Jenkins and Yochai Benkler. However, one of the weaknesses of the book is what can be considered the incomplete treatment given to the ‘global’ context when considering ‘global popular culture’ as the title of the book suggests.

 

New Media and Society – Heft 3/2015

 

Sander De Ridder (2013): Are digital media institutions shaping youth’s intimate stories? In: New Media & Society März 2015, 17: 356-374. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/3/356.full (28.03.2015).

Abstract: Drawing on a participatory observation in the popular social networking site (SNS) Netlog among Northern Belgium youngsters, this paper offers insights on how SNS institutions can be understood as actors that order storytelling practices in everyday life. Specifically, this paper deals with intimate storytelling practices that give meaning to sexuality, gender and relationships, developing a feminist and queer political critique on SNSs’ focus on the production of intelligible intimate identities and endless performative flows of stories. Theoretically, this paper proposes to put central everyday media-related practices to understand SNSs as actors shaping intimate stories, dialectically brought in relation to the website’s political economies and the cultural powers through which software is designed. Empirical illustrations show how de Certeau’s concept of tactics is useful to expose a complex struggle between digital media institutions power and everyday appropriations.

 

Cuihua Shen and Charles Cage (2013): Exodus to the real world? Assessing the impact of offline meetups on community participation and social capital. In: New Media & Society März 2015, 17: 394-414. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/3/394.full (28.03.2015).

Abstract: Despite the increasing popularity of offline “meetups” among online community participants, little is known about their effect on the health and function of these communities. Using longitudinal network data of both public and private communications among participants of an online community for science fiction fans, this study represents one of the first systematic assessments of the impact of meetups on community participation and members’ bridging and bonding social capital. Results showed that meetups would enhance attendees’ bonding social capital, but that increase would come at the expense of bridging social capital, reducing the opportunity for new members to join and find acceptance in the community. The effect of meetup on community participation was mixed.

 

Marya L Doerfel and Müge Haseki (2013): Networks, disrupted: Media use as an organizing mechanism for rebuilding. In: New Media & Society März 2015, 17: 432-452. URL: http://nms.sagepub.com/content/17/3/432.full (28.03.2015).

Abstract: Longitudinal interorganizational relationships in New Orleans are used to assess the ways in which organizations employed information and communication technologies to (re)connect to their social networks and with what impact regarding post-disruption capacity building. Findings reveal tensions in old and new media use and that using multiple media is an organizing mechanism that improves rebuilding efficiency and effectiveness. Specifically, using mixed media, more so than any one old or new media, facilitated bridging and bonding social capital to expand network capacity. An Organizational Media Spectrum model integrates media intimacy, familiarity, and network capacity to illustrate the relationship between media strategies and organizing processes for building capacity in social networks.

IV.

Convergence – Heft 1/2015

 

Tanya Dalziell and Paul Genoni (2014): Google comes to Life : Researching digital photographic archives. In: Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies Februar 2015, 21: 46-57. URL: http://con.sagepub.com/content/21/1/46.full (28.03.2015).

Abstract: When Google announced in November 2008 that it was to host online one of the world’s largest corpus of photographic images, thanks to its collaboration with the Life magazine picture collection, it also said something, almost incidentally, about the state of the archive in the digital age. This essay examines the meeting between the archive and technology that the Google publicity announces by focusing on a relatively minor subset of the Life images digitized as a result of this partnership. It does so by foregrounding ‘user builders’ and their roles in both making meaning from digital archives and making digital archives meaningful.

 

V.

Communications – Heft 1/2015

Mirjam Gollmitzer (2015): Theorizing adversarial guests: The resistance to (and restoration of) media routines. In: Communications 2015, 40: 21-41. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2015.40.issue-1/commun-2014-0026/commun-2014-0026.xml?format=INT (28.03.2015).

Abstract: This article traces ‘difficult guests’ who violate the tacit rules that guide interactions between talk show hosts and their guests, between news anchors and their interviewees. The goal is to theorize the appearance of such guests on television against the background of four case studies. Using the media events and media scandals concepts as well as more recent work on ‘mediatization’, a new category of remarkable media occurrences is developed. Such ‘media incidents’ capture the resistance to media routines as well as the incorporation of resistance into those very routines. I will illustrate how media incidents make visible, for large audiences, the media’s daily habitual construction of reality. Despite their complex, even ambivalent nature, it is argued that media incidents perform a more critical function for citizens in media-saturated societies than both media events and scandals.

 

Damian Trilling / Klaus Schoenbach (2015): Investigating people’s news diets: How online users use offline news. In: Communications 2015, 40: 67-91. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2015.40.issue-1/commun-2014-0028/commun-2014-0028.xml?format=INT (28.03.2015).

Abstract: The question how offline media use is related to online media use has been heavily debated in the last decades. If they are functionally equivalent, then advantages like low costs, rapid publication cycles, and easy access to online news could lead to them displacing offline news. Data from a large-scale survey with detailed questions about media use in the Netherlands show that, interestingly, the functions that online and offline media are used for are often the same: Those who use online media to gain a broad overview of the news, for fast updates, or for background information use offline media for the same purpose. There are some differences, though: For many citizens, the need of a broad overview of the news seems to be fulfilled by repertoires consisting of several outlets of different types, while they seem to have favorite specific outlets for news updates or background information, respectively. This suggests that outlets can especially focus on the latter two functions to distinguish themselves.

 

Christian Fuchs / Daniel Trottier (2015): Towards a theoretical model of social media surveillance in contemporary society. In: Communications 2015, 40: 113-135. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2015.40.issue-1/commun-2014-0029/commun-2014-0029.xml?format=INT (28.03.2015).

Abstract: ‘Social media’ like Facebook or Twitter have become tremendously popular in recent years. Their popularity provides new opportunities for data collection by state and private companies, which requires a critical and theoretical focus on social media surveillance. The task of this paper is to outline a theoretical framework for defining social media surveillance in the context of contemporary society, identifying its principal characteristics, and understanding its broader societal implications. Social media surveillance is a form of surveillance in which different forms of sociality and individuals different social roles converge, so that surveillance becomes a monitoring of different activities in different social roles with the help of profiles that hold a complex networked multitude of data about humans.

 

VI.

Publizistik – Heft 1/2015

 

Olaf Jandura/ Veronika Karnowski (2015): Digital Natives vs. Digital Immigrants – fruchtbares empirisches Konzept für die Kommunikationswissenschaft oder populärwissenschaftliche Fiktion? In: Publizistik, Heft 1/2015, 60: 63-79. URL: http://link.springer.com/article/10.1007/s11616-014-0221-5 (28.03.2015).

Abstract: In den Veröffentlichungen und Vorträgen, die sich mit den Folgen der Digitalisierung beschäftigen, taucht häufig der Begriff „Digital Natives“ (vgl. Prensky 2001) als Bezeichnung der Generation auf, die mit den Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet, groß geworden ist. Synonym verwandt werden Begriffe wie „Net Genners“, „Millennials“, „Net Generation“ oder „Net Kids“ (vgl. Paus-Hasebrink et al. 2010). Die Personen, auf die dieses Kriterium nicht zutrifft, werden als „Digital Immigrants“ (vgl. Prensky 2001) bezeichnet. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Native-Immigrant-Dichotomie mittlerweile auch im akademischen Diskurs verwendet wird, suggeriert, dass sie 1) klar definiert ist und 2) die Annahmen, die damit verbunden werden, eindeutig belegt sind. Anliegen dieses Beitrages ist es, die Annahmen Prenskys theoretisch einzuordnen auf der Basis verschiedener Sekundärdatenanalysen die Forschungsergebnisse zu hinterfragen und somit zur weiteren Systematisierung und Konzeptionalisierung der Forschung zu den Digital Natives beizutragen.

 

Beobachtete Journals

Media Perspektiven: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/
Medien & Komm.wiss: http://www.m-und-k.nomos.de/archiv/2015/
New Media and Society: http://nms.sagepub.com/content/by/year/2015
Convergence : http://con.sagepub.com/content/by/year
Communications: http://www.degruyter.com/view/j/comm_comm.2015
Publizistik: http://link.springer.com/journal/volumesAndIssues/11616

 

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