Journalbeobachtung 04/2014

Dezember 30, 2014 4:29 pm Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

I.

Media Perspektiven – Heft 1o/2014

 

Annette Mende (2014): Inforadios im digitalen Zeitalter. In: Media Perspektiven 10/2014. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2014/artikel/inforadios-im-digitalen-zeitalter/

Abstract: Die Nachrichten- und Informationsradios der ARD sind ein sehr spezifisches Angebot im Spektrum der informierenden Medien. Mit der Digitalisierung haben sich die Rahmenbedingungen für die Informationsnachfrage stark verändert. Informationen sind permanent und über die unterschiedlichsten Verbreitungswege verfügbar und im Internet sogar jederzeit individuell abrufbar. In diesem Umfeld müssen die Informationsprogramme im Hörfunk mit ihren Inhalten überzeugen. Wie behaupten sich diese Radioangebote im Wettbewerbsfeld der aktuellen Informationsvermittlung?

 

Christian Vogg (2014): Radio im Wettbewerb der neuen Medienwelt. In: Media Perspektiven 10/2014. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2014/artikel/radio-im-wettbewerb-der-neuen-medienwelt/

Abstract: Durch die Konkurrenz im World Wide Web stellen sich für das analog wie zunehmend digital verbreitete Livemedium Radio eine Reihe von Fragen, wie zum Beispiel: Welche Auswirkungen auf das Medium Radio sind durch die neuen technischen Endgeräte für die Mediennutzung wie auch durch die erheblich gewachsene Vielfalt an Inhalten zu erwarten?

 

 Martin Gennis/Hardy Gundlach (2014): Wer sind die Gatekeeper der Konvergenzmedien? In: Media Perspektiven 10/2014. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2014/artikel/wer-sind-die-gatekeeper-der-konvergenzmedien/

 Abstract: Die Konvergenz, das heißt das Zusammenwachsen etablierter und neuer (Online-)Medien entwickelt sich weiter dynamisch. Zunehmend relevant wird dabei die Frage, wie sich dies auf die Meinungsbildung auswirkt. Der vorliegende Beitrag fasst die Ergebnisse einer explorativen Studie zur Vielfaltssicherung in den so genannten Konvergenzmedien zusammen und möchte einen Input in die beginnende wissenschaftliche und politische Debatte über diese hochkomplexe Thematik liefern.

 

Media Perspektiven – Heft 11/2014

 

Sascha Hölig/Uwe Hasebrink (2014): Nachrichtennutzung im Wandel: Neue Plattformen, Endgeräte und Zugänge. In: Media Perspektiven 11/2014. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2014/artikel/nachrichtennutzung-im-wandel-neue-plattformen-endgeraete-und-zugaenge/

Abstract: International vergleichende Befunde auf Basis des Reuter Institute Digital News Survey 2014. Die dritte Welle (nach 2012 und 2013) der international vergleichenden Untersuchung widmete sich erneut den Konsequenzen der Onlinekommunikation für die Entwicklung des Nachrichteninteresses, der Nutzungshäufigkeit sowie der Bedeutung verschiedener Nachrichtenquellen und Endgeräte für den Zugang zu Onlinenachrichten. Befragt wurden Onlinenutzer ab 18 Jahren in zehn Ländern.

ARD-Forschungsdienst (2014): Funktionen und Motive der Mediennutzung. In: Media Perspektiven 11/2014. URL: http://www.media-perspektiven.de/publikationen/fachzeitschrift/2014/artikel/funktionen-und-motive-der-mediennutzung/

Abstract: Aktuellen medienpsychologischen Forschungen zufolge kann nicht mehr klar zwischen Unterhaltung und Information unterschieden werden. Rezipienten werden unter gewissen Umständen durch Nachrichten informiert und unterhalten. Reine Unterhaltungsangebote können jedoch ebenso wie Nachrichten nachhaltig zu Wissens- und Verhaltensänderungen beitragen.

II.

Medien & Kommunikationswissenschaft  – Heft 4/2014

 

Book reviews

Franziska Linke (2014): Review von Marion Brüggemann (2013): Digitale Medien im Schulalltag. Eine qualitativ rekonstruktive Studie zum Medienhandeln und berufsbezogenen Orientierungen von Lehrkräften. München: kopaed. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 4/2014. URL: http://www.nomos-elibrary.de/index.php?dokid=379820&tid=1078414

Abstract: Die Dissertation beschäftigt sich mit der Problemstellung, der sich die Schule heute aufgrund rascher medialer Entwicklungen gegen- übersieht. Die Zielstellung einer umfassenden Medienbildung in der Schule steht zudem vor Hürden, die v. a. in der meist zurückhaltenden Haltung der derzeitigen Lehrer_innen hinsichlich der Integration von digitalen Medien in der eigenen Unterrichtspraxis deutlich werden. Durch die Rekonstruktion der impliziten Wissensbestände und Orientierungsmuster von berufserfahrenen Lehrer_innen ist es Brüggemann gelungen, „handlungsleitende und über den jeweiligen Fall hinaus übereinstimmende Orientierungen“ (S. 273) der Lehrer_innen her- auszuarbeiten. Diese handlungsleitenden Orientierungen beeinflussen und prägen die berufliche Mediennutzung der untersuchten Leh- rer_innen maßgeblich, und die Autorin liefert damit neue Erkenntnisse hinsichtlich der Medienintegration in deutschen Schulen, welche für die medienpädagogische Forschung im Schulkontext von Interesse sein dürften.

 

Wolfgang H. Swoboda 
(2014): Review von Simon Sturm (2013): Digitales Storytelling. Eine Einführung in neue Formen des Qualitätsjournalismus. Wiesbaden: Springer VS. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Heft 4/2014. URL: http://www.nomos-elibrary.de/index.php?dokid=379834&tid=1078428

Abstract: In seiner kalifornischen Ursprungsbedeutung meint der inzwischen auch hierzulande inflationär gebrauchte Begriff des „Digital Storytelling“ genau das Gegenteil von professionellem Journalismus – nämlich eine Form von aktiver Medienarbeit: Einfache Menschen erzählen Aspekte ihres Alltagslebens in Form von kurzen digitalen Formaten. Jedermann soll lernen können, anderen zuzuhören, und zwar indem er ermuntert und befähigt wird, eigene Geschichten medial aufzubereiten und mit anderen zu teilen. Simon Sturm hat sein „Digitales Storytelling“ als spezielle „Einführung in neue Formen des Qualitätsjournalismus“ konzipiert. Man kann darin ein spezifisches Informations- und Lernangebot für verunsicherte Journalisten sehen, die sich „im Sog der Digitalisierung“ befinden und „an den altbewährten Darstellungs- formen festklammern, die aus der analogen Welt stammen, noch bevor es Smartphones, Tablets, immer günstigere Daten-Flatrates … gab“ (ebd., S. 4). Das Buch will angehenden und bereits im Beruf stehenden Journalisten „Mut machen und zeigen, dass es trotz aller Unken- rufe und wegbrechender Geschäftsmodelle auch viele Chancen gibt – Chancen für neue Formen des Qualitätsjournalismus“ (Vorwort).

III.

New Media and Society – Heft 7/2014

 

Alice E. Marwick/Danah Boyd (2014): Networked privacy: How teenagers negotiate context in social media. In: New Media & Society November 2014 16: 1051-1067. URL: http://nms.sagepub.com/content/16/7/1051.full

Abstract: While much attention is given to young people’s online privacy practices on sites like Facebook, current theories of privacy fail to account for the ways in which social media alter practices of information-sharing and visibility. The affordances of social technologies, which enable people to share information about others, further preclude individual control over privacy. Despite this, social media technologies primarily follow technical models of privacy that presume individual information control. We argue that the dynamics of sites like Facebook have forced teens to alter their conceptions of privacy to account for the networked nature of social media.

 

Gerard Goggin (2014): Facebook’s mobile career. In: New Media & Society November 2014 16: 1068-1086. URL: http://nms.sagepub.com/content/16/7/1068.full

Abstract: At the end of its first decade, Facebook’s identity, popularity and characteristics are shaped in important ways by its becoming a form of mobile media. This article seeks to explore and understand Facebook as the important force in mobile media and communication it now is. It draws upon and combines perspectives from technology production, design and economy, as well as user adoption, consumption, practices, affect, emotion and resistance. This article discusses the beginnings of mobile Facebook and the early adoption of mobile Facebook associated with the rise of smartphones. The second part of the article explores Facebook’s integration with photography (with Instagram) and social games (such as Zynga’s Farmville). This article argues that Facebook’s mobile career is an accomplishment that has distinctively melded evolving affordances, everyday use across a wide range of settings, as well as political economies, corporate strategy and design.

 

Neha Kumar (2014): Facebook for self-empowerment? A study of Facebook adoption in urban India. In: New Media & Society November 2014 16: 1122-1137. URL: http://nms.sagepub.com/content/16/7/1122.full

Abstract: Mobile-centric use of the Internet is widely prevalent here as general packet radio service (GPRS)-enabled mobile phones and data plans have become increasingly affordable. Less privileged youth are the lead adopters of these new technologies, and typically the first generation of Internet users, in their communities. My research uncovers their leisure-driven engagement with new media, seen through the lens of Facebook use, and the development-friendly outcomes that result from it. By examining the direct and indirect affordances of Facebook perceived by these youth, this article highlights how they swiftly negotiate social boundaries and technological hurdles, transitioning into legitimate members of a global community.

 

Book reviews

Sonja Utz (2014): Review of Hassan Masum, Mark Tovey (eds),The reputation society: How online opinions are reshaping the offline world. In: New Media & Society November 2014 16: 1187-1189. URL: http://nms.sagepub.com/content/16/7/1187.full

Abstract: We rely more and more on reputation systems when making decisions: the score of an eBay seller, the rating of a hotel on TripAdvisor, or the reviews of a book on Amazon. As Craig Newman, the founder of Craigslist, states in the foreword of the anthology, trust and reputation will become more important than money and nominal power (p. ix). After this strong claim, reputation is examined in a wide variety of contexts and from different perspectives in the next six sections. The collection goes beyond the well-known examples such as eBay, Amazon and Yelp, and addresses also academic impact factors or less known reputation systems such as the Whuffie.

 

New Media and Society – Heft 8/2014

 

Steen Steensen (2014): Conversing the audience: A methodological exploration of how conversation analysis can contribute to the analysis of interactive journalism. In: New Media & Society December 2014 16: 1197-1213. URL: http://nms.sagepub.com/content/16/8/1197.full

Abstract: This paper argues that conversation analysis (CA) has much to offer studies of online interactions and, particularly, online interactive journalism. CA provides a methodological opportunity to closely investigate the structure of public discourse in new media platforms, and power relations between journalists and audiences in instances of interactive journalism. The paper introduces CA and discusses how it may be combined with other methods in order to pinpoint the characteristics of online interactions in general and interactive journalism in particular. In the second half of the paper, the CA-inspired methodological approach used to analyse a case study of an interactive live blog in the Norwegian online newspaper VG Nett is presented.

 

Ozge Dilaver (2014): Making sense of innovations: A comparison of personal computers and mobile phones. In: New Media & Society December 2014 16: 1214-1232. URL: http://nms.sagepub.com/content/16/8/1214.full

Abstract: Despite revolutionary expectations about information and communication technologies (ICT), the academic understanding of what exactly these technologies bring to individual lives remains incomplete. This paper contributes to addressing these gaps. It presents an empirical study comparing the perceived use-value of personal computers and mobile phones. The findings show that the day-to-day value of innovations is deeply embedded in the existing and newly emerging social contexts. Thus, societal transformations, such as becoming an information society, cannot be reduced to matters of technological possibilities.

 

Meryl Alper (2014): War on Instagram: Framing conflict photojournalism with mobile photography apps. In: New Media & Society December 2014 16: 1233-1248. URL: http://nms.sagepub.com/content/16/8/1233.full

Abstract: This paper examines recent acclaim for professional embedded photojournalists who visually document the experience of US soldiers in Afghanistan using the popular mobile photo application Hipstamatic. These photos have stirred controversy among fellow journalists and cultural critics regarding the use of photo filters in Hipstamatic and similar app Instagram, their contribution to the de-professionalization of photojournalism, and the depiction of war as stylishly vintage. In consideration of the shifting nature of digital photography, photojournalism, and specifically war photojournalism, I argue that this discourse about the use of mobile apps overlooks another important ethical issue: the implications of non-soldiers mimicking the imagined hand of the modern smartphone-equipped US soldier, particularly in light of soldiers‘ own complex media-making practices.

  

IV.

Convergence – Heft 4/2014

 

Eva Giraud (2014): Has radical participatory online media really ‚failed‘? Indymedia and its legacies. In: Convergence: The International Journal of Research into New Media Technologies November 2014 20: 419-437. URL: http://con.sagepub.com/content/20/4/419.full.

Abstract: This article evaluates the contemporary state of radical participatory online news network Indymedia. After examining criticisms levelled at Indymedia from within critical communications and social movement studies, it provides a tabulated overview of current network activity and then develops a theoretical analysis of problems faced by Indymedia centres in a range of regions (focusing on centres in Latin and North America, Africa, West Asia and Western Europe). Finally, the article concludes by discussing how activists have attempted to overcome these problems and emphasizes the ongoing legacy of Indymedia within contemporary social movements such as Occupy.

 

V.

Communications – Heft 4/2014

 

Maria Bakardjieva (2014): Social media and the McDonaldization of friendship. In: Communications 2014; 39(4): 369–387, URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2014.39.issue-4/commun-2014-0017/commun-2014-0017.xml?format=INT

Abstract: This article employs the concept of McDonaldization introduced by George Ritzer (1993) in his Weberian analysis of the processes of formal rationalization characteristic of late modern consumer society to reflect on the social and cultural implications of the most recent wave of communication technologies – social media. It argues that social media smuggle formal rationality into the elementary forms of social interaction, most clearly illustrated through the way they redefine the notion of friendship. In an attempt to lay the ground for a „multiperspectivist approach“ (Kellner, 1999) to this phenomenon, the article enters the Weberian argument into a conversation with other styles of theorizing social media such as Marxism, Critical Theory and sociological phenomenology.

 

Mertens, Stefan/d’Haenens, Leen (2014): Parental mediation of internet use and cultural values across Europe: Investigating the predictive power of the Hofstedian paradigm. In: Communications. Band 39, Heft 4, Seiten 389–414. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2014.39.issue-4/commun-2014-0018/commun-2014-0018.xml?format=INT

Abstract: The EU Kids Online project aims to enhance knowledge of the experiences and practices of European children and their parents regarding online risks and safety. A crucial research effort by the EU Kids Online network has been a survey in 25 European countries which targeted approximately 1,000 children per country. This article applies a cross-cultural values filter to the data that were gathered on parental mediation and the Internet in this survey. Our intention is to test whether Geert Hofstede’s cross-national research results about national cultural values also apply to the EU Kids Online data on parental mediation. This implies studying collectivism versus individualism, low versus high power distance, masculinity versus femininity and low versus high uncertainty avoidance. We test whether differences between nations on these four dimensions correlate with differences between countries in parental mediation of the Internet and we test which European countries form clusters.

 

Wegge, Denis/Vandebosch, Heidi/Eggermont, Steven (2014): Who bullies whom online: A social network analysis of cyberbullying in a school context. In: Communications. Band 39, Heft 4, Seiten 415–433. URL: http://www.degruyter.com/view/j/comm.2014.39.issue-4/commun-2014-0019/commun-2014-0019.xml?format=INT

Abstract: Young adolescents‘ online bullying behavior has raised a significant amount of academic attention. Nevertheless, little is known about the social context in which such negative actions occur. The present paper addresses this issue and examines how the patterns of traditional bullying and cyberbullying are related, and how electronic forms of bullying can be linked to the social context at school. To address these questions, social network analysis was applied to examine the networks of social interactions and (cyber)bullying among an entire grade of 1,458 thirteen- to fourteen-year-old pupils. The results show that (1) cyberbullying is an extension of traditional bullying as victims often face the same perpetrators offline and online, (2) there is evidence of mutual cyberbullying among youngsters, and (3) cyberbullying is more likely to occur in same-gender and same-class students. The implications for future research and prevention of cyberbullying are discussed.

 

VI.

Publizistik – Heft 4/2014

 

Steffen Lepa (2014): Alles nur noch „digital“? In: Publizistik, Heft 4/2014. URL: http://link.springer.com/article/10.1007/s11616-014-0215-3/fulltext.html  

Abstract: Mit der Digitalisierung hat sich eine Vielzahl neuer Technologien des Musikhörens entwickelt. Bei vielen Nutzerinnen und Nutzern ergänzen sie lediglich die vorhandenen Möglichkeiten, wodurch komplexe transmediale Muster entstehen. Dies erschwert es der Medienforschung zunehmend, dominierende Nutzungsweisen von Musik angemessen zu erheben und zu beschreiben. Unsere Studie begegnet diesen Herausforderungen mit Hilfe des Medienrepertoire-Ansatzes (vgl. Hasebrink und Popp 2006) und entwickelt eine repräsentative Typologie des alltäglichen medialen Musikhörens der Deutschen. Wir leiten hieraus eine mediatisierungstheoretische Interpretation der Audiorepertoires auf der Grundlage des Generationenkonzepts (vgl. Mannheim 1928) ab, die in geplanten Anschlussuntersuchungen quantitativ und qualitativ überprüft und vertieft werden soll.

 

Beobachtete Journals

Media Perspektiven: http://www.media-perspektiven.de/6896.html
Medien & Komm.wiss: http://www.m-und-k.nomos.de/archiv/2014/
New Media and Society: http://nms.sagepub.com/content/by/year/2014
Convergence : http://con.sagepub.com/content/by/year
Communications: http://www.degruyter.com/view/j/comm_comm.2014
Publizistik: http://link.springer.com/journal/volumesAndIssues/11616

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